Unfall auf der A73 sorgt für Stau - Chaos im Berufsverkehr

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Mit Zeitungspacken im Radlkorb und Freude am Austräger-Beruf: Maria und Peter Fischer sorgen seit über vier Jahrzehnten zuverlässig dafür, dass jeden Tag der Münchner Merkur pünktlich zum Frühstück im Briefkasten steckt.

„Wenn wir Zeitungen ausfahr’n, dann geht’s uns gut“

Die Fischers teilen aus: Zeitungsausträger berichten über ihren Job

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Maria und Peter Fischer sorgen seit über vier Jahrzehnten dafür, dass jeden Tag der Münchner Merkur pünktlich im Briefkasten steckt. Hier verraten Sie, was ihnen der Job bedeutet.

Höhenkirchen–Siegertsbrunn – Wer als Zusteller am frühen Morgen unterwegs ist, um Tageszeitungen auszutragen, der kann meist nicht nur beim Geldverdienen die Stille und den Sonnenaufgang genießen, das eine oder andere Mal gibt es durchaus auch etwas zu erleben. Davon können Maria und Peter Fischer erzählen. Das Ehepaar aus Siegertsbrunn bringt den Lesern in Höhenkirchen-Siegertsbrunn seit über 40 Jahren ihre Lieblingszeitungen quasi an den Frühstückstisch – darunter natürlich auch den Münchner Merkur und die tz – die Lieblingslektüre der beiden. Ganz nebenbei hat sich das Paar bei seinen frühmorgendlichen Rad- beziehungsweise Autotouren auch schon als Lebensretter von Zwei- und Vierbeinern ausgezeichnet.

So hat Peter Fischer einmal im Winter bei einer seiner Touren einen Betrunkenen aufgelesen, der in einer Grube an der Bahnhofstraße seinen Rausch ausschlief. „Ich habe ihn dann nach Hause gebracht, sonst wäre er am Ende noch erfroren“, erzählt der 69-Jährige.

Zeitungsausträger beim Münchner Merkur: So kurios ist der Job

Auch Maria Fischer kann mit kuriosen Geschichten aufwarten. In Erinnerung geblieben ist der 65-Jährigen zum Beispiel die Nacht, als sie bei einer Tour aus den Augenwinkeln etwas aus einem Auto fliegen sah. Das nahm sie zumindest an. „Ich dachte erst, jemand hätte seinen Müll aus dem Autofenster geworfen“, erzählt sie. In Wirklichkeit hatte das Fahrzeug eine Katze angefahren. Das Tier war dabei durch die Luft geschleudert worden.

Maria Fischer zögerte nicht lange, packte die verletzte Katze bei strömenden Regen zunächst in die Zeitungstasche, dann ins Auto, und fuhr nach der Tour in die Tierklinik. Ihr Einsatz machte sich bezahlt: „Die Katze hat noch fünf, sechs Jahre gelebt, die Besitzerin mir zum Dank einen Blumenstrauß und einen Sekt gebracht“, erinnert sich Maria Fischer. Auch einen Igel, der auf Futtersuche in einen Müllsack gekrabbelt war und in einer Blechdose feststeckte, hat sie gerettet.

Zeitungsausträger beim Münchner Merkur: „Am schönsten ist es im Winter“

Aber auch ohne diese abenteuerlichen Erlebnisse hat das Ehepaar an der Arbeit als Zeitungszusteller reichlich Freude. „Wenn wir Zeitungen ausfahr’n, dann geht’s uns gut“, sagt Maria Fischer. „Ich fahre einfach gern“, ergänzt ihr Mann, der im vergangenen Jahr für 40 Jahre Trägerdienst geehrt worden ist. Seine Frau ist bereits seit 43 Jahren als Zustellerin unterwegs.

Für den 69-Jährigen ist das Zeitungsausfahren leicht verdientes Geld. „Man ist sein eigener Herr und hat, wenn man mit der Arbeit fertig ist, trotzdem noch den ganzen Tag zur Verfügung.“ Seine Frau wiederum schwärmt vor der besonderen Stimmung in den frühen Morgenstunden: „Am schönsten ist es nach dem Winter, wenn im Frühling die Vögel wieder zu zwitschern beginnen.“

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Zu verachten sei natürlich auch nicht, dass man etwas mehr Geld auf der hohen Kante hat, sagt Maria Fischer. Da könne man sich dann doch die eine oder andere Ausgabe mehr leisten, beispielsweise eine schöne Urlaubsreise. Auch deshalb will das Ehepaar Fischer trotz ihres Alters auch weiterhin Zeitungen zustellen. „Wenn es die Gesundheit zulässt“, betont Maria Fischer, „wollen wir noch bis zum nächsten Jubiläum weitermachen.“ Dann hätten die beiden jeweils ein halbes Jahrhundert die Leser mit den neuesten Nachrichten versorgt.

Zusteller gesucht! So kommen Sie ins Team

Sie sind zuverlässig, verantwortungsbewusst und mindestens 18 Jahre alt? Sie genießen die frühen Morgenstunden und schätzen selbstständiges Arbeiten? Sie möchten als Urlaubsvertretung, Mini- oder Teilzeitjobber die Haushaltskasse auffüllen oder sich besondere Wünsche erfüllen? Dann sind Sie im Team der über 1500 Zusteller der Heimatzeitungen herzlich willkommen. Melden Sie sich einfach unter der Telefonnummer 089/5306-656 oder schreiben Sie eine E-Mail an die Adresse info@heimatzeitungen-zusteller.de. Noch mehr Infos zu den Verdienstmöglichkeiten und Einsatzorten finden Sie im Internet unter heimatzeitungen-zusteller.de.

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