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Planänderung fürs Guggenberger-Areal: Das Betriebsgebäude soll nun doch nicht abgerissen.   

Andere Pläne

Neue Ortsmitte: Doch kein neues Rathaus

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Nun gibt‘s doch kein neues Rathaus in Höhenkirchen-Siegertsbrunn - vorerst. Stattdessen soll in der neuen Ortsmitte was anderes entstehen.

Höhenkirchen-Siegertsbrunn – Eigentlich hat die Gemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn auf dem Areal „Neue Ortsmitte“ ein rund 3600 Quadratmeter großes Grundstück erworben, um dort ein neues Rathaus zu bauen. Jetzt hat die Mehrheit des Gemeinderates aber entschieden, dass auf dem Gelände erst einmal ein provisorisches Kinderhaus entstehen soll – vor allem um ausreichend Hort- und Mittagsbetreuungsplätze im Ort schaffen zu können.

Auf dem Grundstück an der Bahnhofstraße zwischen „Am Markt“ und Bahnhofsplatz befindet sich derzeit noch das Anwesen der Familie Guggenberger samt Betriebsgebäude. Das Grundstück ist gemäß Kaufvertrag in „freiem Zustand“, also ohne Gebäude und Versiegelung Anfang Januar 2019 an die Gemeinde zu übergeben.

Hort und Mittagsbetreuung dringender

Doch mittlerweile hat man im Rathaus andere Pläne. So soll das Betriebsgebäude nicht abgerissen, sondern zu einem Kinderhaus, umgebaut werden. Denn in der Gemeinde werden dringend Betreuungsplätze für die Grundschüler benötigt. Deshalb sollen in dem Gebäude Plätze für den Hort beziehungsweise die Mittagsbetreuung entstehen. „Und da wir nicht genau wissen, wann die Kindertagesstätten an der Sigohostraße und an der Brunnthaler Straße in Betrieb gehen können, hätten wir bei Bedarf auch die Möglichkeit, in dem Gebäude einen Kindergarten unterzubringen“, sagt Bürgermeisterin Ursula Mayer (CSU).

Die Kosten für den Umbau schätzt die Verwaltung auf etwa 300 000 Euro. Das Landratsamt steht dem Vorhaben laut Mayer positiv gegenüber. Und mit der Caritas stehe auch ein Betreiber fürs Kinderhaus bereit. „Vorausgesetzt, die Caritas findet ausreichend Personal, könnte die Einrichtung bereits im Herbst eröffnet werden“, sagt die Rathauschefin.

Genug Platz im alten Rathaus

Braucht man das Kinderhaus – und damit das Gebäude – irgendwann nicht mehr, soll es abgerissen und der Weg fürs neue Rathaus freigemacht werden. Dringend ist ein Umzug der Gemeindeverwaltung laut Mayer aber nicht. „Wir haben im alten Rathaus derzeit noch genug Platz“, sagt sie. Zudem fehle der Kommune in den nächsten Jahren vermutlich sowieso das Geld, um einen Neubau zu stemmen.

Die Idee der Verwaltung stieß im Gemeinderat aber nicht nur auf Gegenliebe. Luitgart Dittmann-Chylla (Grüne) fühlte sich von der Verwaltung nicht ausreichend über den geplanten Umbau und den Zustand des Bestandsgebäudes informiert. Außerdem hätte sie es gern, dass mit dem Rathausneubau schon in absehbarer Zeit begonnen wird.

Mindy Konwitschny (SPD) wollte nicht 300 000 Euro in ein Gebäude stecken, dass mittelfristig doch abgerissen wird. Sie sprach sich für den sofortigen Abriss und die Anschaffung von Containern aus, in denen die Kinderbetreuungseinrichtungen untergebracht werden.

Chance jetzt nutzen

Ihr Fraktionskollege Herbert Reisnecker wollte von der Verwaltung wissen, wer dann später für die Kosten des Betriebsgebäude-Abrisses aufkommt, die Bauamtleiter Klaus Rieger auf etwa 40 000 Euro schätzt. „Das ist Verhandlungssache“, meinte Mayer. Andrea Hanisch (CSU) widersprach. „Wir sollten das Projekt sofort angehen und nicht schieben“, sagte sie. Man brauche die Räumlichkeiten. Auch Ulrich Bug (UB) sprach sich dafür aus, die Chance zum Umbau zu ergreifen. Und Leonhard Karl (CSU) war die Vorstellung von betreuten Kindern in Containern ein Graus. Er betonte: Das Raumklima sei in einem Gebäude doch wesentlich besser.

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