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Der Traum von der Magnetschwebebahn soll im Landkreis verwirklicht werden. 

Öffentlicher Nahverkehr

Landkreis prüft Magnetschwebebahn

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Das Landratsamt lässt nun auch den Einsatz einer Magnetschwebebahn im Landkreis München prüfen. Wie die Seilbahn zählt die Magnetschwebebahn damit offiziell zur Sammlung möglicher Verkehrsmittel zur Entlastung des öffentlichen Nahverkehrs.

Landkreis – Auch mal quer zu denken und dabei keine Vision auszulassen, hatte Landrat Christoph Göbel (CSU) einmal gesagt. Die Fraktionen im Kreis-Mobilitätsausschuss hielten sich an seine Empfehlung. Die von den Freien Wählern (FW) im Verlauf der Debatte über Perspektiven im öffentlichen Nahverkehr im Frühsommer ins Spiel gebrachte Magnetschwebebahn könnte zur Verlängerung von U- und S-Bahn dienen, zur Anbindung von Flughafen und Messegelände oder zur tangentialen Erschließung bisher unterversorgter Regionen zwischen zwei S-Bahnästen.

Ohne das Transrapid-Debakel Edmund Stoibers (CSU) wäre die innovative Technologie nach Ansicht der Freien Wähler längst für den öffentlichen Nahverkehr erschlossen worden. In nur zehn Minuten hatte der damalige Ministerpräsident die Landeshauptstadt und den Flughafen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 350 Stundenkilometern verbinden wollen. Vor zehn Jahren scheiterte das Projekt an den stetig steigenden Kosten von zuletzt 1,87 Milliarden Euro, am Widerstand der Nord-Gemeinden und aufgrund von Anwohnerbeschwerden.

„Stoibers Transrapid hat nichts mit unserem Vorschlag zu tun“, versichert Kreisrat Otto Bußjäger (FW): Auf Strecken von fünf bis 30 Kilometern soll der Zug maximal 150 Stundenkilometer erreichen. Der stellvertretende Landrat verweist auf einen bayerischen Unternehmer, der das Konzept der Magnetschwebebahn seit Jahren fortentwickelt: „Umweltfreundlich, geräuscharm und im Vergleich schienengebundener Nahverkehrsmittel preisgünstig.“ Während ein Kilometer U-Bahn bis zu 250 Millionen Euro verschlingt, rechnet der in der Oberpfalz ansässige Unternehmer für einen Magnetschwebebahn-Kilometer mit 50 Millionen Euro.

Ein bereits fertiggestellter Prototyp besteht aus mindestens zwei Zugteilen, ist damit 24 Meter lang und bietet 250 Passagieren Platz. Getreu der zukunftsweisenden Technologie fährt die Magnetschwebebahn autonom, also ohne Fahrer.

Die Möglichkeit einer Magnetschwebebahn soll nun in das Mobilitätskonzept des Landkreises einfließen. So haben es die Kreisausschussmitglieder beschlossen. Ein solcher Einsatz sowie die Ergebnisse aus den Untersuchungen des Landkreises sollen dann außerdem dem MVV als Anregung übermittelt werden. 

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