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S7: Zweigleisiger Ausbau unwahrscheinlich - aus diesem Grund

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Von: Stefan Weinzierl

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Soll breiter werden: die Unterführung an der Luitpoldstraße. Denn nur dann passen auch Laster durch.
Soll breiter werden: die Unterführung an der Luitpoldstraße. Denn nur dann passen auch Laster durch. © Rotzsche

Es sieht schlecht aus für den zweigleisigen Ausbau der S7 Ost. Das wird an den Plänen der Bahn für die Unterführung an der Luitpoldstraße deutlich.

Höhenkirchen-Siegertsbrunn – Ursula Mayer hegt großen Zweifel daran, dass die Deutsche Bahn auf absehbare Zeit beabsichtigt, die S-Bahnstrecke auf dem Ast S 7 Ost zweigleisig auszubauen. Indiz dafür sind für die Bürgermeisterin von Höhenkirchen-Siegertsbrunn die Pläne der Bahn, die Bahnüberführung an der Luitpoldstraße wieder zu ertüchtigen.

Wie berichtet, möchte die Gemeinde die Luitpoldstraße so ausbauen, dass sie als Erschließungsstraße zum neuen Gewerbegebiet, aber auch als Ortsumfahrung – und damit für Entlastung der viel befahrenen Bahnhofstraße – dient. Damit in der Luitpoldstraße der Verkehr ungehindert fließen kann, müsste die Überführung breiter gemacht werden.

Hohenbrunn nicht begeistert

Problem: Die Luitpoldstraße grenzt direkt an die Nachbargemeinde Hohenbrunn, die von den Ausbauplänen alles andere als begeistert ist. Auch der für die Kreisstraße zuständige Landkreis macht bislang keine Anstalten, den Wunsch der Gemeinde zu unterstützen.

Deshalb überlegt die Gemeinde, den Ausbau der Unterführung auf eigene Kosten voranzutreiben und hat deshalb Kontakt mit der Bahn aufgenommen. Bei der Bahn stieß das Ansinnen laut Mayer auf offene Ohren. Wie sie ausführte, liegen schon konkrete Pläne vor. Und die lassen eben nicht auf einen zweigleisigen Ausbau der S-Bahnstrecke schließen. Geplant sei über die Überführung lediglich ein Gleis. Dort, wo eventuell Platz für das zweite Gleis wäre, soll ein Radweg entstehen.

1,5 Millionen Baukosten

Die Baukosten werden laut Mayer auf 1,5 Millionen Euro geschätzt. Für eine Summe von rund 800 000 Euro würde die Bahn später die neu gebaute Überführung von der Gemeinde ablösen. Mayer appellierte noch einmal an den Landkreis, ihre Gemeinde bei dem Bauprojekt zu unterstützen. Umso schneller der Ausbau verwirklicht werde, desto schneller gebe es möglicherweise auch Klarheit, was den zweigleisigen Ausbau der S-Bahn-Strecke betreffe.  

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