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Welche Chancen das Älterwerden bietet, wollen (v.l.) Elisabeth Oelschläger, Birgit Spingler, Anni Loidl, Renate Schmeizl, Gerd Telischek, Usc hi Winter, Erwin Reisser und Andrea Hanisch aufzeigen. Sie planen eine Seniorenmesse. 

Ehrenamtliche planen Event in Höhenkirchen-Siegertsbrunn

Seniorenmesse als Erlebnis für alle Sinne

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Das Älterwerden ist nicht nur eine Belastung, sondern bietet viele Chancen. Das findet jedenfalls ein Team aus Ehrenamtlichen aus Höhenkirchen-Siegertsbrunn und organisiert im November eine Seniorenmesse im Ort. Das Motto: „Leben genießen, Vorsorge treffen, Unterstützung finden.“

Von Stefan Weinzierl

Höhenkirchen-Siegertsbrunn– „Die Generation 60+ lässt sich nicht in Schubladen stecken“, sagt Andrea Hanisch. Ihre Interessen seien so vielfältig wie das Leben selbst. Und dieser Vielfalt will die CSU-Gemeinderätin, die zusammen mit Elisabeth Oelschläger vom Ambulanten Seniorenservice die Veranstaltungsleitung übernommen hat, mit der Seniorenmesse Rechnung tragen.

Natürlich werden im Rahmen der Ausstellung und Verkaufsmesse am Wochenende, 18./19. November, in der Mehrzweckhalle an der Bahnhofstraße Themen wie Gesundheit, Rehabilitation, Recht, Finanzen sowie Pflege und Betreuung aufgegriffen.

Zum Thema Demenz ist eine Podiumsdiskussion mit Ärzten, Politikern und Betroffenen geplant. Aber auch die Dinge, die das Leben lebenswert machen, sollen ihren Platz haben – sei es Mode, Schönheit, Reisen, Technologie, Sport oder Essen und Trinken. Die Messe biete die Möglichkeit, das vielfältige Angebot für Senioren kompakt einer breiten Masse darzustellen, sagt Hanisch.

Dabei sollen sich die Besucher von den Informationen, Angeboten und Produkten der Gewerbetreibenden, Verbände, Vereine und Dienstleister nicht nur berieseln lassen, wie Mitorganisator Erwin Reisser betont. Sie sollen aktiv einbezogen werden. Oder wie es Hanisch formuliert: „Die Besucher können alles mit allen Sinnen erfahren.“

Dazu soll nicht nur das auf einer Bühne in der Mehrzweckhalle präsentierte Showprogramm mit Modeschauen, Seniorentanz und vielem mehr beitragen, sondern auch Vorträge und Workshops, die in der benachbarten Sigoho-Marchwart-Grundschule stattfinden werden. Man kann viele Dinge kennenlernen beziehungsweise selbst erfahren – sei es bei einer Tanztherapeutin oder bei einem Kochkurs. Auch die Musik wird eine wichtige Rolle spielen. So werden sich die Besucher an der Veeh-Harfe versuchen können, einem Instrument, für das man keine Noten kennen muss, das sich leicht erlernen lässt und sogar therapeutisch eingesetzt wird. Auch der Dirigent der örtlichen Blaskapelle, Konrad Sepp, werde mit den Besuchern Musik machen, sagt Hanisch. Sie ist stolz darauf, dass sich so viele örtliche Vereine und Gruppen an der Messe beteiligen wollen. „Schließlich soll es eine Veranstaltung aus der Region für die Region werden“, sagt sie.

Das bedeutet, dass man nicht nur auf Besucher aus den beiden Ortsteilen hofft, sondern auch aus der Umgebung. „Und es dürfen gerne auch Interessierte aus Hamburg oder Berlin kommen“, sagt Oelschläger und lacht. Sie geht auch davon aus, dass die Messe nicht nur für ältere Menschen interessant ist. Denn auch Jüngere würden sich gerne darüber informieren wollen, was für ihre Eltern oder Schwiegereltern im Alter von Bedeutung ist. „Und Themen wie Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht sind eigentlich ab der Volljährigkeit wichtig.“

Wichtig ist Oelschläger, Hanisch und Reisser auch, dass die Besucher mehr mitnehmen als nur neues Wissen. Die Messe solle nicht nur ein Event, sondern auch ein Wochenende der Begegnung, des Austauschs und der Kontakte sein, sagen sie. „Wirklich schön wäre es“, sagt Hanisch, „wenn jeder, der die Messe verlässt, mit einem zufriedenen Lächeln nach Hause geht.“

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