In zwei Straßen in Höhenkirchen-Siegertsbrunn soll es im Straßenausbau vorwärts gehen.
+
In zwei Straßen in Höhenkirchen-Siegertsbrunn soll es im Straßenausbau vorwärts gehen.

Planungen für Ostersteigstraße und Hofpechlergasse

Höhenkirchen-Siegertsbrunn: Straßenausbau kostet halbe Million Euro

  • Stefan Weinzierl
    vonStefan Weinzierl
    schließen

Der Bau- und Liegenschaftsausschuss hat beschossen zwei Straßen in Höhenkirchen-Siegertsbrunn ausbauen zu lassen - für eine halbe Million Euro.

Höhenkirchen-Siegertsbrunn – Die Hofpechlergasse in Höhenkirchen und die Ostersteigstraße in Siegertsbrunn werden ausgebaut. Dafür hat sich der Bau- und Liegenschaftsausschuss jetzt einstimmig ausgesprochen. Bürgermeisterin Mindy Konwitschny (SPD) wurde dazu ermächtigt, entsprechende Ingenieursverträge abzuschließen. Die Kosten für den geplanten Ausbau der Straßen belaufen sich auf insgesamt über eine halbe Million Euro.

Beide Straßen sind bisher, wie es im Fachjargon heißt, „staubfrei“ gemacht, aber nicht normgerecht ausgebaut. Das bedeutet, dass die Asphaltschicht relativ dünn ist und es keine richtige Entwässerung gibt. Das Wasser fließt übers Bankett in die Grünflächen. Das soll sich mit dem Ausbau ändern.

SPD-Fraktionsvorsitzende Anita Reiprich: „Die Straße ist in einem äußerst schlechten Zustand“

Am östlichen Ende der Ostersteigstraße entstehen derzeit neue Wohnhäuser, zudem soll dort das neue Kinderhaus im Herbst seinen Betrieb aufnehmen. Deshalb sprach sich die SPD-Fraktionsvorsitzende Anita Reiprich dafür aus, den Ausbau möglichst schnell zu verwirklichen – und als verkehrsberuhigten Bereich auszuweisen. „Die Straße ist in einem äußerst schlechten Zustand“, sagte sie. Da es dort keine Bürgersteige gebe, aber durch die Bautätigkeit einen regen Auto- und Lkw-Verkehr, müsse man für die Familien Sicherheit schaffen.

Wie Bauamtsmitarbeiter Stefan Piehlmaier ausführte, ist beim geplanten Ausbau der Ostersteigstraße ein Straßenbreite von 5,50 Metern vorgesehen. Die Entwässerung soll einseitig über eine Granitrinne, Sinkkästen, Absetzschächte und Rigolen erfolgen. An zwei Stellen gibt es Schwierigkeiten mit der vorhergesehenen Straßenbreite aufgrund einer Hofbefestigung sowie eines Müllhäuschens, die in den öffentlichen Grund ragen. Aufgrund des Platzmangels lassen sich in der Straße grundsätzlich keine Bürgersteige beziehungsweise Radwege verwirklichen. Fußgänger und Radfahrer müssen die Fahrbahn benutzen. Martha Wachinger (CSU) bat um eine ordentliche Straßenbeleuchtung.

Noch unklar, ob Kosten für Ersterschließung auf angrenzenden Grundstückseigentümern umgelegt werden

Ihr Fraktionskollege Leonhard Karl bat die Rathausverwaltung, das Leonhardi-Komitee in die Ausbau-Planungen miteinzubeziehen. da beim Leonhardifest-Umritt die Straße auch von den Umzugteilnehmern genutzt werde. „Wir werden die Situation dafür nicht verschlechtern“, versprach Konwitschny.

Die Hofpechlergasse soll laut Piehlmaier auf eine Breite von 4,10 Meter ausgebaut werden, die Entwässerung ist mit Granitrinne wie bei der Ostersteigstraße vorgesehen. Auch hier gibt es eine Engstelle: Auf einer Länge von rund 22 Metern ist die Straße derzeit nur rund drei Meter breit. Ob für die sogenannte Ersterschließung der Straßen auf die angrenzenden Grundstückseigentümern Kosten umzulegen sind, ist noch unklar. Die Sachlage wird derzeit im Rathaus geprüft.

In Siegertsbrunn gibt es bald ein Baudenkmal weniger. Ein alter Bundwerk-Stadel wird abgerissen. Der Besitzer will dort ein Doppelhaus errichten. Das darf er auch, denn das Landesamt für Denkmalpflege hat den historischen Stadel aus der Liste der Baudenkmäler entfernt.

Auch interessant

Kommentare