Die Wagerstraße in der Waldsiedlung in Höhenkirchen-Siegertsbrunn
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Die Wagerstraße in der Waldsiedlung in Höhenkirchen-Siegertsbrunn.

Infoveranstaltung am 12. Oktober

Zukunft der Waldsiedlung: Jetzt haben die Bürger das Wort

  • Stefan Weinzierl
    vonStefan Weinzierl
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Wie soll sich die Waldsiedlung in Zukunft entwickeln? Wie viel Nachverdichtung will man zulassen? Die Zukunft der Waldsiedlung beschäftigt seit geraumer Zeit den Gemeinderat von Höhenkirchen-Siegertsbrunn. Jetzt haben die Bürger bei einer Informationsveranstaltung das Wort.

Höhenkirchen-Siegertsbrunn – Weil sich eine Nachverdichtung des Quartiers mit seinen Einfamilien- und Doppelhäusern samt der großen Gärten abzeichnet und der veraltete Bebauungsplan wenig Steuerungsmöglichkeiten für die Gemeinde bietet, hat man sich vor Monaten zur Aufstellung eines neuen Bebauungsplans entschlossen. Dieser Bebauungsplan soll für Teilbereiche der Wager-, der Eichen-, der Englwartinger und der Brunnhofstraße gelten.

Bürger können über Bebauungsplan diskutieren

Bevor man jedoch die Richtlinien für die zukünftige Bebauung endgültig festzurrt, wollen Rathausverwaltung und Gemeinderat die Bürger zu Wort kommen lassen. Deshalb findet am Montag, 12. Oktober, um 19 Uhr eine Informationsveranstaltung in der Mehrzweckhalle, Bahnhofstraße 12, statt. Dort wird der vorläufige Bebauungsplanentwurf zur Diskussion gestellt, und die Bürger haben die Möglichkeit, sich mit den Planern und Gemeindevertretern auszutauschen.

Trotz Veränderungssperre dürfen zwei Doppelhaushälften gebaut werden

Damit auf den betroffenen Grundstücken der Waldsiedlung keine gravierenden Änderungen vorgenommen werden können, bis der neue Bebauungsplan gültig ist, hat die Gemeinde heuer im Januar zudem eine Veränderungssperre verhängt. Trotzdem hat der Bauausschuss jüngst grünes Licht für den Bau von zwei Doppelhaushälften mit Carports auf einem Grundstück an der Englwartinger Straße gegeben. Der Antragsteller, der die Ausnahme von der Veränderungssperre beantragt hat, ist laut Bürgermeisterin Mindy Konwitschny (SPD) ausgerechnet der Bauwerber, der bereits in der Vergangenheit für das Areal Anträge eingereicht hat und damit Auslöser für die Veränderungssperre war. Nach Ansicht der Gemeindeverwaltung hat der Bauherr aber mittlerweile einen Antrag mit deutlich abgespeckter Planung eingereicht. Die Planung erscheint nun nicht mehr überdimensioniert, wie es in der Sitzungsvorlage heißt.

Andrea Hanisch (UB) hatte dennoch Bedenken, dem Antrag zuzustimmen. „Dann schaffen wir so etwas wie einen Präzedenzfall“, sagte sie. „Es wäre kein Präzedenzfall, nur eine Ausnahme“, entgegnete Konwitschny. So sahen es auch Peter Guggenberger (CSU) und Otto Bußjäger (UB). „Wir verbauen uns nichts“, meinte Letzterer. Bei drei Gegenstimmen wurde die Planung letztlich genehmigt.

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