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Wasserwerk fit für die Zukunft

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Von: Stefan Weinzierl

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Hat bei der Trinkwasserversorgung der Gemeinde alles fest im Griff: Hans Neumann, Wassermeister von Höhenkirchen-Siegertsbrunn, im Herz der Wasserwerk-Anlage.
Hat bei der Trinkwasserversorgung der Gemeinde alles fest im Griff: Hans Neumann, Wassermeister von Höhenkirchen-Siegertsbrunn, im Herz der Wasserwerk-Anlage. © Stefan Weinzierl

Im Wasserwerk Höhenkirchen gab es eine Sanierung, die sich gewaschen hat. Das durften sich die Bürger jetzt anschauen.

Höhenkirchen-Siegertsbrunn – Zum Abschluss der umfangreichen Umbaumaßnahmen hat die Gemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn ihre Bürger zu einem Tage der offenen Tür ins örtliche Wasserwerk eingeladen. Dort zeigten Wassermeister Hans Neumann und sein Team den Interessierten, was sich in den vergangenen Jahren an der Anlage so alles getan hat, erklärten die Technik und beantworteten Fragen rund ums Trinkwasser.

Erweiterung kostete mehrere Millionen Euro

Wie berichtet, ist das gemeindliche Wasserwerk, das sich in der Nähe der Miesbacher Straße, am Rande des sogenannten Pechlerholzes befindet, seit 2018 für mehrere Millionen Euro umfangreich saniert und erweitert worden. So steht nun ein neues, leistungsstärkeres Notstromaggregat zur Verfügung. Es kann bei Stromausfall nicht nur das Werk, sondern auch die Pumpen der Brunnen mit Energie versorgen. Außerdem wurden die beiden Trinkwasserbrunnen renoviert, die pro Jahr etwa 600 000 Quadratmeter Grundwasser aus einer Tiefe von etwa 37 Meter zutage fördern. Neu ist auch die UV-Anlage, die letzte eventuelle Verkeimungen beseitigt, bevor das Wasser in den Erdbehälterwasserspeicher geleitet wird.

Auskleidung der Wasserbehälter

Eine wichtige Maßnahme war zudem die Auskleidung der Erdwasserbehälter mit einer PE-Beschichtung und komplett neuer Lüftungstechnik. Die Behälter fassen zweimal 2000 Quadratmeter. Von hier aus wird das Wasser über bisher fünf elektronisch gesteuerte Pumpen in das Leitungssystem verteilt. Eine sechste Pumpe soll auf absehbare Zeit folgen.

Die Druckleitungen in der Gemeinde sind insgesamt etwa 41 Kilometer lang. Damit möglichst wenig Wasser verloren geht, ortet das Team im Wasserwerk regelmäßig Leckstellen im Rohrnetz. Der Wasserverlust liegt derzeit bei nur 5,7 Prozent - und damit weit unter dem Landkreisdurchschnitt von zehn bis 15 Prozent.

Notverbund mit Hohenbrunn verhindert Schlimmeres

Damit die Wasserversorgung nicht unterbrochen werden muss, falls die Anlage zum Beispiel aufgrund von großen internen Störungen doch einmal ausfallen sollte, besteht seit 2018 zudem ein Notverbund mit der Gemeinde Hohenbrunn über zwei Wasserleitungen.

Ermittlung des Wasserverbrauchs

Neue Wege beschreiten wollen Neumann und seine Kollegen auch bei der Ermittlung des Wasserverbrauchs. So plant die Gemeinde eine Anpassung der Wasserabgabensatzung, um die herkömmlichen analogen Wasserzähler durch Funkwasserzähler ersetzen zu können. Wie der Wassermeister im Gemeinderat erläuterte, könnten dadurch bei der Abrechnung Kosten und Zeit gespart und Fehler reduziert werden. Zudem müssten Kunden bei der Ablesung der Zähler nicht mehr anwesend sein. Denn die Ultraschall-Zähler könnten von den Wasserwerk-Mitarbei-tern irgendwann im Vorbei-fahren per Funk abgelesen werden.

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