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Platznot bei der Siegertsbrunner Feuerwehr: Die Fahrzeuge müssen zum Teil hintereinander parken. 

Akute Platznot

Weg frei für neues Siegertsbrunner Feuerwehrhaus

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Höhenkirchen-Siegertsbrunn - Der Gemeinderat hat jetzt grünes Licht für eine Änderung des Flächennutzungsplans geschaffen, um den Neubau des Feuerwehrhauses zu ermöglichen.

Die Einsatzfahrzeuge müssen zum Teil hintereinander parken, die Brandhelfer sich an ihnen aufgrund der Enge in der Fahrzeughalle vorbeiquetschen. Zudem blasen die gesundheitsschädlichen Abgase in die Bekleidungsschränke, die ebenfalls dort platziert sind: Es herrscht akute Platznot im Feuerwehrhaus der Siegertsbrunner Floriansjünger. Der Gemeinderat will jetzt Abhilfe in Form eines Neubaus schaffen und hat in der jüngsten Sitzung grünes Licht für eine Änderung des Flächennutzungsplanes gegeben.

Der Bauleitplan der Gemeinde muss abgeändert werden, weil das knapp 4000 Quadratmeter große Grundstück an der Egmatinger Straße, auf dem der Neubau errichtet werden soll, laut Bauamtsmitarbeiter Markus Burkard derzeit als Fläche für die landwirtschaftliche Nutzung ausgewiesen ist. Damit dort das Feuerwehrgerätehaus gebaut werden kann, muss dort eine Baufläche für den Gemeindebedarf entstehen.

Leonhard Karl (CSU) erinnerte daran, dass das neue Feuerwehrhaus ja „nicht für die Feuerwehr, sondern für die Gemeinde“ gebaut werde. Denn die Kommune als Sicherheitsbehörde müsse für die Leistungsfähigkeit der örtlichen Feuerwehr sorgen. „Das ist nicht zum Partyfeiern gedacht“, sagte Karl. Zweite Bürgermeisterin Mindy Konwitschny (SPD) erinnerte in diesem Zusammenhang daran, dass es nicht nur ein Feuerwehrhaus brauche, dass den Ansprüchen gerecht wird, sondern auch immer wieder Freiwillige, die sich bei der Feuerwehr engagieren.

Burkard bat darum, die Änderung des Flächennutzungsplans in einem beschleunigten Verfahren durchzuführen. Dadurch spare man Zeit. Die Verwaltung schlug vor, das Planungsbüro Terrabiota Landschaftsarchitekten und Stadtplaner GmbH aus Starnberg damit zu beauftragen. Auch Nachfrage von Thomas Kaiser (SPD) versprach Konwitschny, nochmals prüfen zulassen, ob man auch alle Vergaberichtlinien berücksichtigt hat.

Die Änderung des Flächennutzungsplans wurde dann mit großer Mehrheit vom Gemeinderat verabschiedet. Lediglich Gudrun Hackl-Stoll (Grüne) sprach sich dagegen aus. Sie wisse zwar um das Engagement der Brandhelfer und kenne ihre Nöte, für sie erschließe es sich aber nicht, warum sich eine 11 000-Einwohner-Gemeinde zwei Feuerwehrhäuser leisten muss. „Der Bau blockiert Gelder, die für Pflichtaufgaben notwendig sind“, sagte die Gemeinderätin und fügte zum Schluss noch an: „Da hätte ich mir eine nachhaltigere Lösung gewünscht.“ 

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