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In den Ferien kein Problem, ansonsten eine echte Herausforderung: Aufgrund des vielen Verkehrs in der Bahnhofstraße haben es Autofahrer oft richtig schwer, von der Carl-Orff-Straße in die Bahnhofstraße einzubiegen.

Edeka-Ausfahrt bleibt neuralgischer Punkt

Zu viel Stau: Ab sofort Parkverbot in der Bahnhofstraße

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In der Bahnhofstraße in Höhenkirchen-Siegertsbrunn staut es sich regelmäßig. Die Gemeinde hat nun ein Parkverbot veranlasst. Auch für die Edeka-Ausfahrt wird eine Lösung gesucht.

Höhenkirchen-Siegertsbrunn – Seit rund einem Jahr gilt in Teilen der Bahnhofstraße Tempo 30. Jetzt gibt es eine weitere Neuerung an der viel befahrenen Hauptdurchgangsstraße, die die beiden Ortsteile Höhenkirchen und Siegertsbrunn verbindet. Denn Bürgermeisterin Ursula Mayer (CSU) hat bei den zuständigen Behörden ein Park- und Halteverbot für den südlichen Straßenbereich vom Bahnhof bis zur Fußgängerampel kurz nach der Einmündung der Saglerstraße durchgesetzt. „Damit soll ein besserer Verkehrsfluss gewährleistet werden“, erklärt Mayer.

Halteverbotschilder zieren seit neuestem die südliche Seite der Bahnhofstraße vom Bahnhof Richtung Siegertsbrunn.

Durch den beschrankten Bahnübergang und die Fußgängerampel kommt es laut Mayer bereits oft genug zu Stauungen in diesem Bereich. Und der Verkehr könne in Richtung Siegertsbrunn häufig nicht schnell genug abfließen, weil es durch parkende Autos eng werde. „Kommt plötzlich ein Lkw vorbei, traut sich nicht jeder, an den parkenden Autos vorbeizufahen – schon steht man wieder“, schildert die Rathauschefin die Situation. Laut Mayer hat das Straßenbauamt der Neuregelung zugestimmt. Vor einigen Tagen sind die Schilder, die auf das Halteverbot hinweisen, aufgestellt worden.

Unklar ist dagegen, welche Lösung man für einen weiteren neuralgischen Punkt an der Kreisstraße findet. Es geht um die Einmündung der Carl-Orff- in die Bahnhofstraße. Denn dort befindet sich auch die Zufahrt zum Edeka-Markt. Wenn zu den Stoßzeiten in der Bahnhofstraße ein Fahrzeug aufs andere folgt oder es sich gar vor der nur gut 100 Meter entfernten Schranke am Bahnübergang staut, haben Kunden, die mit ihrem Auto zum Einkaufen gefahren sind, ein echtes Problem: Es gelingt ihnen kaum mehr, aus dem Edeka-Parkplatz beziehungsweise der Carl-Orff-Straße in die Bahnhofstraße einzufahren.

Die Situation ist auch für die Fußgänger, die an der Stelle die Carl-Orff-Straße queren wollen, gefährlich, wie Markus Pfuhler erklärt: „Die ganze Konzentration der Autofahrer gilt dem Wunsch, irgendwie in die Bahnhofstraße zu kommen.“ Deshalb könnte es durchaus einmal passieren, dass ein Fußgänger übersehen werden.

Pfuhler ist Sprecher des Arbeitskreises „Ortsentwicklung und Mobilität“, der sich seit Jahren unter anderem darum bemüht, die verkehrliche Situation im Ort zu verbessern und derzeit Lösungen für die Zu- und Abfahrt zum Edeka-Markt sucht. „Der Verkehr dort muss entzerrt werden“, sagt Pfuhler.

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Eine Möglichkeit wäre, durch eine zusätzliche Ampel in der Bahnhofstraße, etwa auf Höhe der Kreissparkasse, den Verkehr so zu lenken, dass die Supermarkt-Besucher in regelmäßigen Abständen in die Bahnhofstraße einfahren können. Laut Mayer lehnen die zuständigen Behörden diesen Vorschlag aber ab. Deshalb favorisiert Pfuhler eine einfachere und billigere Lösung: Etwas versetzt von der bereits bestehenden Fußgängerampel soll eine Haltelinie für die Autofahrer in der Bahnhofstraße aufgetragen werden. Steht die Fußgängerampel für die Autos auf Rot, müssten diese an der Linie anhalten. Die Verkehrsteilnehmer, die aus der Carl-Orff-Straße kommen, könnten die Lücke dann nutzen.

Einen „Mehrwert“ gäbe es nach Ansicht Pfuhlers auch, wenn der Edeka-Parkplatz zusätzlich an die Ahornstraße angeschlossen würde. Dann hätten die Supermarkt-Besucher einen Alternativ-Weg, um wieder auf die Bahnhofstraße zu gelangen. Einen derartigen Vorstoß gab es übrigens bereits vor rund zwei Jahren. Damals sprachen sich Gemeindeverwaltung und Bauausschuss gegen diese Lösung aus. Man wollte erst abwarten, wie man das Ruf-Gelände, das genau zwischen Carl-Orff-, Ahorn- und Bahnhofstraße sowie dem Edeka liegt, verwertet.

Was die Überplanung des Ruf-Areals angeht, herrscht allerdings weitestgehend Stillstand. Doch auf der Bahnhofstraße rollt mehr und mehr Verkehr. Deshalb hofft Pfuhler, dass sich in Sachen Edeka-Ausfahrt bald etwas tut. Die Vorschläge des Arbeitskreises liegen auf dem Tisch. Jetzt, so Pfuhler, warte man auf eine Reaktion aus dem Rathaus.

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sw

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