Hohe Auszeichnung für Einsatz bei Loveparade

Taufkirchen - Taufkirchner Malteser blicken auf ein sehr arbeitsreiches Jahr mit 314 Sanitätsdiensten zurück

Der auch für das Rettungsteam aus Taufkirchen lebensbedrohliche Einsatz bei der Loveparade hat jeden Helfer an die Grenzen der Leistungsfähigkeit gebracht. An das Drama im Juli in Duisburg erinnerte Thomas Auerbach, Leiter Einsatzdienste, bei der Weihnachtsfeier der Malteser. Die Taufkirchner seien schon mehrere Jahre bei diesem Großereignis mit vollem Engagement dabei, so auch heuer wieder. Insgesamt 29 Einsatzkräfte seien mit nach Duisburg gefahren und als einer der ersten Notfalleinheiten am Ort des Geschehens, dem Tunnel, eingetroffen. Stundenlang habe man Schwerverletzte und traumatisierte Menschen geborgen und versorgt. „Die dramatischen Szenen werden lange nicht vergessen sein“, sagte Auerbach.

Diözesanleiter Graf Metternich zeichnete die Taufkirchner Einsatzkräfte der Loveparade mit einer besonderen Einsatzmedaille aus. Darüber hinaus erhalten diese Helfer auch noch die Anerkennungsurkunde der Bundesrepublik Deutschland. Diese hohe Auszeichnung bekamen Thomas Auerbach und Philip Bauer persönlich von Bundespräsident Christian Wulff im Schloss Bellevue überreicht.

Dass 2010 für die 80 ehrenamtlichen Malteser in Taufkirchen insgesamt ein sehr arbeitsreiches Jahr gewesen war, wurde noch einmal auf der Weihnachtsfeier deutlich. Kreisbeauftragter Josef Hinterberger begrüßte unter den Gästen unter anderem Diözesanleiter Graf Metternich und Diözesangeschäftsführer Christoph Friedrich sowie Christl Mitter, die Notfallreferentin der Diözese München- Freising.

Thomas Auerbach erinnerte auch an andere Aktivitäten der Malteser. Ob Sport- oder Freizeitveranstaltungen, Geschäftseröffnungen, Discotheken- und Musikevents - 314 Sanitätsdienste haben die Taufkirchner heuer bisher geleistet. „Insbesondere die Buchungen der sogenannten VIP-Dienste, bei Veranstaltungen mit Personen aus Politik und Medien verzeichnen einen hohen Zuwachs“, sagte Auerbach.

Darüber hinaus verzeichnete der First Responder 400 Notfalleinsätze in Taufkirchen. „Davon waren über 300 Einsätze im eigenen Gemeindebereich zu bewältigen, und die Malteser Rettungshundestaffel rückte insgesamt 24 Mal zur Suche nach vermissten und hilflosen Personen aus“, erklärte Auerbach. Besonders stolz sei man auf den Wiederaufbau der neuen Jugendgruppe, die sich seit Mitte des Jahres nun jeden Freitag im Malteserhaus trifft.

Josef Hinterberger ernannte Michael Stickel zum neuen Gliederungsarzt und Richard Luetkecosmann zum Jugendgruppenleiter.

Philipp Bauer, stellvertretender Leiter Einsatzdienste, blickte voraus in das kommende Jahr: So soll die Aus- und Fortbildung der Taufkirchner Malteser zusammen mit Michael Stickel weiter verbessert werden. Auch der Anschaffung eines neuen Einsatzfahrzeuges für den First Responderdienst stehe nichts im Wege, berichtete Bauer.

Dass ein Umzug der Malteser in die neue Wache der ehrenamtlichen Gliederung in der Tölzer Straße wünschenswert wäre, machte Bauer zudem deutlich: „In den neuen Räumen, die zwingend notwendig sind, könnten ab dem Einzug die nächsten Einsätze geplant und organisiert werden, um mit großem Engagement die Herausforderungen zu bewältigen.“

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