Neue Regelung ab 2017

Kampfhunde-Steuer soll auf 900 Euro ansteigen

Hohenbrunn - Die Hundesteuer in Hohenbrunn soll angehoben werden. Mit sehr großer Mehrheit empfiehlt der Haupt- und Finanzausschuss, die Steuer für den ersten Hund anzuheben. Deutlich teurer soll die Steuer für Kampfhunde werden. Damit könnte die Jahressteuer für einen Kampfhund ab 2017 bei 900 Euro liegen. Entscheiden muss dies aber erst noch der Gemeinderat.

Zuletzt wurde in Hohenbrunn die Hundesteuer im Jahr 2004 verändert. Für den ersten Hund sind derzeit 40 Euro zu zahlen, für den zweiten 80 Euro und für jeden weiteren 100 Euro. Sachbearbeiter Michael Bischof ermittelte, dass Hohenbrunn bei dieser Kommunalsteuer unterhalb des bayerischen und deutschen Durchschnitts sei. Auch umliegende Gemeinden hätten höhere Steuersätze. Die bayerische Mustersatzung gehe beim ersten Hund von 60 Euro aus. Bischof hat für die Kämmerei eine neue Berechnung der Steuersätze durchgeführt und dabei einen Inflationsausgleich von 2,3 Prozent pro Jahr zu Grunde gelegt. 

Der Rathausmitarbeiter arbeitete zwei Varianten aus, wobei der Ausschuss die zweite favorisierte. Somit würde jeder erste Hund ab dem kommenden Jahr eine Steuer in Höhe von 60 Euro kosten. Unverändert soll die Steuer für den zweiten, dritten und jeden weiteren Hund bleiben. Bei der Besteuerung der Kampfhunde wollte Bischof nicht zu hoch einsteigen. Sein Vorschlag war, nicht mehr 500 Euro sondern 600 Euro anzusetzen. Er begründete dies damit, da aktuell das Verhältnis zwischen regelbesteuerten Hunden und Kampfhunden bei dem 12,5-fachen Satz liege. Im Gremium wurde jedoch hinterfragt, wie hoch der Steuersatz sein dürfe. Hierzu haben sich die Gerichte nicht genau geäußert, nachdem in Bad Kohlgrub (Kreis Garmisch-Partenkirchen) für Kampfhunde eine Jahressteuer in Höhe von 2000 Euro angesetzt worden und dies durchgeklagt worden ist. 

Aber eine Richtung wurde sehr wohl vorgegeben. Demnach dürfe die Steuer nicht höher ausfallen als der Unterhalt für einen Hund, ist die Meinung der Gerichte. Im Ausschuss waren sich fast alle Ratsmitglieder einig, die Steuer für Kampfhunde in der Gemeinde Hohenbrunn auf 900 Euro anzuheben. Das wäre dann der 15-fache Satz bezogen auf einen regelbesteuerten Hund.

wjr

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