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Hohenbrunn baut einen neuen Feststadel

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Von: Wolfgang Rotzsche

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Die Halle K (mit grauem Dach links) wird abgerissen, der Feststadel darunter wird westlich des Bauhofs (langes Gebäude mit dunkelrotem Dach) neu gebaut.
Die Halle K (mit grauem Dach links) wird abgerissen, der Feststadel darunter wird westlich des Bauhofs (langes Gebäude mit dunkelrotem Dach) neu gebaut. © Google Maps

Beschlossene Sache ist ein neuer Standort des Hohenbrunner Feststadels. Einstimmig befürwortete der Gemeinderat, das bestehende Konstrukt abbauen und westlich des Bauhofs wieder aufbauen zu lassen.

Hohenbrunn - Abgerissen werden soll gänzlich hingegen die „Halle K“. Als Ersatz wird ein gemauerter Anbau an den Feststadel vorgesehen. Hierin sollen sanitäre Anlagen, Küche und zwei Räume entstehen, einer davon ist von der Größe vergleichbar mit dem Schmucker-Saal im Stephanihaus.

Der Stadel soll weiter als Feststadel genutzt werden; zudem kann darin das Ferienprogramm für Schulkinder durchgeführt werden. Ebenso können im Stadel Maschinen des Bauhofs untergestellt werden. An der Rückseite des Schüttlagers vom Bauhof soll ebenfalls ein Anbau realisiert werden, dieser soll als Lagerplatz für die Vereine dienen.

Konflikte mit Anliegern vermeiden

Der vorgeschlagene neue Standort des Feststadels fand durchweg Befürwortung. Durch die Lage werden weitere Konflikte mit bisherigen Anliegern vermieden. Ein weiterer Vorteil dürfte sein, dass der Bauhof flexibel erweitert werden kann. Überlegt worden ist auch, den Stadel in die Nähe der S-Bahn zu bringen. Doch dieses Vorhaben scheiterte unter anderem an mangelnden Parkplätzen. Vorangegangen war eine Machbarkeitsstudie, die zu diesem Ergebnis gekommen ist.

Kritik an den Kosten

Kritik wurde im Gemeinderat hingegen an den Kosten geübt. Diese erschienen mit einer Schätzung von 1,8 Millionen Euro als deutlich zu hoch. Deswegen wurde auch das veranschlagte Architektenhonorar von rund 150 000 Euro so nicht freigegeben. Zuerst sollen die Vorplanungen erfolgen. Die Grünen wiesen zudem darauf hin, dass eine Reihe von Bäumen mit ihren geschützten Bewohnern (Stieglitz, Goldammer, Fledermäuse) zu erhalten sind.

All diese Maßnahmen stehen in Zusammenhang mit dem Bebauungsplan Nummer 82 (Gewerbepark Hohenbrunn). In diesem und kommenden Jahr steht die notwendige Baufeldfreimachung an. Das heißt: Rodungen, Hallenabriss, Asphaltrückbau, Spartenverlegung. Abgeschlossen sollen die Erschließungsmaßnahmen Ende 2022 sein. 2023 soll der Straßenbau stattfinden. Gleichzeitig soll der Stadel nebst Erweiterung am Bauhof errichtet werden.  wjr

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