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Bauausschuss Hohenbrunn diskutiert am Donnerstag erneut

Altes Feuerwehr-Gerätehaus: Unstimmigkeiten zur Sanierung

Der neue Anbau steht, nun ist das alte Gerätehaus dran: Gemacht werden muss etwas. Nur was, wie viel und für welche Kosten...

Hohenbrunn – Der Anbau ist fertig und wird am kommenden Sonntag eingeweiht. Nun muss das 35 Jahre alte Bestandsgebäude des Feuerwehr-Gerätehauses in Hohenbrunn dringend saniert werden: Doch nicht mit allen geplanten Arbeiten, die in der Gemeinderatssitzung vorgestellt wurden, war das Gremium einverstanden. Darum berät der Bauausschuss am heutigen Donnerstagabend über einzelne Punkte nochmals.

Dabei geht es ums Geld: Im Herbst 2014 hat sich der Gemeinderat mit dem Konzept für die Erweiterung und Sanierung des Feuerwehrgerätehauses an der Siegertsbrunner Straße beschäftigt. Damals, sagte Bauamtsmitarbeiter Mario Illigen, ging es um Arbeiten am Altbau, die einen Betrieb von weiteren 15 Jahren ermöglichen. 2,06 Millionen Euro hätte diese Minimalsanierung gekostet.

Jetzt wurde von der Verwaltung der Vorschlag präsentiert, einiges mehr am Gebäude zu sanieren. Damit wäre der Altbau länger nutzbar. Vier Kategorien wurden vom Planungsteam vorgeschlagen.

Prinzipiell wollte sich der Gemeinderat den Maßnahmen nicht verschließen. Pauline Miller (Bürgerforum) signalisierte aber Gesprächsbedarf zu den Vorschlägen. CSU-Fraktionschef Anton Fritzmaier (CSU) tat sich schwer, „Nice-to-have-Geschichten“ einfach durchzuwinken. Und Martina Kreder-Strugalla (Grüne) wunderte sich, dass die Bauarbeiten am Gerätehaus teurer werden.

Zu Beginn war von 5,6 Millionen Euro für das Gesamtprojekt die Rede gewesen. Dann wurde abgespeckt. Jetzt ziele die Gemeinde schon wieder auf diesen Betrag hin. Das stimme so nicht, entgegnete Bürgermeisters Stefan Straßmair (CSU). Die maximale Investitionssumme sei immer noch deutlich günstiger. Die Baupreissteigerung eingerechnet würden die damaligen Gesamtkosten heute bei 6,4 Millionen Euro liegen.

Illigen schlüsselte die Summen auf. Wenn die notwendigsten Arbeiten gemacht werden, kostet die Sanierung rund 1,95 Millionen Euro. Eine weitere halbe Million ist nötig für allen Arbeiten, die technisch sinnvoll sind. Drei Millionen Euro würden alle Maßnahmen zusammen kosten – die energetische Sanierung der Fassade nicht inbegriffen. Diese könnte bei einer Dreiviertelmillion Euro liegen. Hinzu kommt der fertig gestellte Anbau für 1,04 Millionen Euro. Macht vier Millionen Euro.

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