Sukzessionsfläche Hohenbrunn
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Diskutiert wird über die Fläche, die südwestlich an das Planungsgebiet angrenzt.

Bürgermeister und Stellvertreterin treten Gerüchten entschieden entgegen

Anschuldigungen zur Sukzessionsfläche „haltlos“

  • Laura May
    VonLaura May
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Bürgermeister Straßmair und seine Stellvertreterin wehren sich gegen Vorwürfe, schützenswerte Natur bebauen zu wollen.

Hohenbrunn – Berechtigte Sorge oder destruktive Hetze? Nach vergangenen Diskussionen über ein Stück bewaldete Fläche „westlich der Bahn“ in Hohenbrunn, in der eventuell ein Schulsportplatz entsteht, sind Bürgermeister Stefan Straßmair (CSU) und Zweite Bürgermeisterin Anke Lunemann (Grüne) am Zug. Sie haben jetzt zu einem Pressegespräch über das Thema eingeladen und demonstrierten Einigkeit.

Bürgermeister Straßmair spricht von „hervorragender Zusammenarbeit“, Lunemann von einer „absolut runden Geschichte“. Die beiden sehen sich angesichts der hitzigen Debatte über die Sukzessionsfläche zu Unrecht von Naturschützern, Bürgern und Medien beschuldigt, schützenswerte Natur bebauen zu wollen. „Natürlich werde ich mich als Grüne bis zum Letzten für Naturschutz einsetzen“, betont Lunemann.

Ein vorläufiger Entwurf des geänderten Flächennutzungsplans von 1999 sorgt für Aufregung, auf dem der Großteil der Sukzessionsfläche als Sportplatz eingezeichnet ist. Die Anschuldigungen seien haltlos, da der Umriss nur vorläufig festlege, welche Fläche ungefähr für die beiden Schulen (Real- und Montessorischule) und die geplanten Wohnungen benötigt werde. In Bezug auf Bebauung und Machbarkeit sei nichts fix. „Wir wollen und werden keine schutzwürdigen Flächen antasten“, verspricht Straßmair. Er verstehe die Sorgen. Man müsse sich aber an die Fakten halten. Die Bürger würden bei allen weiteren Schritten der Planung mit einbezogen. „Wir haben unsere ersten Ideen öffentlich gemacht, und ich habe das Gefühl, dass uns das zum Verhängnis wird“, sagt Lunemann.

Die Sukzessionsfläche wird derzeit kartiert. Das Ergebnis des Gutachtens werde Ende des Jahres erwartet und in der Folge mit der Naturschutzbehörde abgesprochen. „Wenn da dann steht, dass ein Bereich schützenswert ist, werden wir ihn schützen“, sagt Straßmair. Neben der Debatte über Naturschutz kursierten außerdem Gerüchte von bis zu 1000 neuen Einwohnern. „Aber auch bei der Wohnbebauung ist nichts entschieden“, sagt Straßmair. Er könne nicht vorhersehen, wie viele Neubürger zuziehen. „So weit sind wir gar nicht.“

Am 12. Juli bietet die Gemeinde im Hohenbrunner Stadl eine Bürgerinformation zur Ortsentwicklung an, bei der weitere Unklarheiten aus der Welt geschafft werden sollen. Die Teilnehmerzahl ist auf 60 begrenzt. Damit möglichst viele teilnehmen können, hat Straßmair die Teilnahme auf einen Gemeinderat pro Fraktion limitiert. Das Bürgerforum Hohenbrunn-Riemerling fordert in einem Schreiben, dass noch mehr Bürgern die Teilnahme ermöglicht wird. Sei es durch Live-Übertragungen in einem Extrabereich oder mit einem besseren Hygienekonzept. Es solle nicht der Eindruck entstehen, „dass wichtige und grundsätzliche Entscheidungen über ihre Köpfe hinweg getroffen werden.“

Infotermine:

Infoveranstaltung: Montag, 12. Juli, 18 bis 21 Uhr: keine Plätze mehr verfügbar. Es wird ein Video-Mitschnitt angeboten, der Ende nächster Woche auf www.hohenbrunn.de verfügbar sein soll. Eine Ideenwerkstatt findet am Samstag, 17. Juli, von 10 bis 13 Uhr statt: Hohenbrunner Stadl, Siegertsbrunnerstraße 105 Hohenbrunn / MUNA, nur mit Anmeldung. Vorschläge für die Umsetzung/Gestaltung der Flächen mittels einer Ideenwerkstatt sind per E-Mail an ortsentwicklung@hohenbru021 möglich.

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