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Die Hohenbrunner verfolgen  die diesjährige Bürgerversammlung mit großem Interesse.

Bürgerversammlung in Hohenbrunn

Bürger wollen beim Thema Umgehungsstraße stärker mitreden

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Hohenbrunn - Mit durchaus kritischen, aber nicht aggressiven Wortbeiträgen beteiligten sich viele Besucher an der diesjährigen Bürgerversammlung der Gemeinde Hohenbrunn. Überraschend groß war das Interesse an dieser Veranstaltung im Schulhaus an der Siegertsbrunner Straße.

„Die Parkplätze wurden zum Ende hin ganz schön knapp“, stellte Bürgermeister Stefan Straßmair (CSU) fest. Das Thema Verkehr sollte dann weiterhin die Bürgerversammlung beherrschen. 

Vor allem um das Thema einer möglichen Umgehungsstraße kreisten viele Wortbeiträge aus dem Publikum. Nur noch wenige Trassenvorschläge stehen nämlich noch in der Diskussion (wir berichteten). Ergebnisoffen seien die Überlegungen, so Straßmair. Manfred Haucke aus der Luitpoldsiedlung fragte, ob Hohenbrunn und Höhenkirchen-Siegertsbrunn nicht ein gemeinsames Projekt ins Auge fassen könnten, wenn mehr Verkehr über die Luitpoldstraße laufen sollte und ein Tunnel als Lösung noch nicht vom Tisch sei.

Gespräche gäbe es schon lange, sagte der Rathauschef. Doch die Luitpoldstraße, eine Kreisstraße, liegt auf der Flur der Nachbargemeinde. Würde die Bahnunterführung lediglich erweitert werden, damit Schwerlastverkehr passieren könnte, fiele aber die Belastung auf Hohenbrunner Seite. Das sei nur möglich, wenn die Bürger der Luitpoldsiedlung einen optimalen Lärmschutz erhalten würden. 

Mediator könnte vermitteln

Folglich, so Walter Roth aus der Weidenstraße, bräuchte es einen Mediator. Diese Aufgabe könnte doch der Landkreis übernehmen. Ernst Weidenbusch (CSU), Stellvertreter des Landrates, schloss diese Möglichkeit nicht aus: „Wir wehren uns nicht, wenn auf uns zugegangen wird.“ Straßmair ergänzte, dass sehr wohl Gespräche geführt werden: „Wir reden miteinander, mehr, als wahrgenommen wird.“ Aber natürlich würde jeder Gemeinderat erstmals die Interessen seiner eigenen Bürger vertreten. 

Roth bemängelte die Beteiligungsmöglichkeiten der Öffentlichkeit an der Debatte über eine Umgehungsstraße. „Die gab’s schon und gibt es wieder“, merkte das Gemeindeoberhaupt an. Er versicherte, dass die Bevölkerung noch mehr in den Prozess eingebunden werden soll. „Je weniger Varianten wir haben, über die wir reden, umso schwieriger wird die Diskussion.“ 

Bahn lehnt Erneuerung der Unterführung vorerst ab

Wolfgang Gößwein brachte nochmals die Bahnunterführung ins Gespräch und wollte wissen, wie die Pläne der Deutschen Bahn denn tatsächlich für die Luitpoldstraße seien. Straßmair berichtete von einer Besprechung, bei der die Bahn der Unterführung für zehn Jahre einen guten Zustand attestierte. Die Deutsche Bahn habe derzeit kein eigenes Interesse, die Unterführung früher zu sanieren und eventuell baulich anzupassen. Sollte jemand anderes dies zahlen wollen, dann müsste eine Kostenübernahme erfolgen. Da es eine Kreisstraße ist, glaubt Straßmair nicht daran, dass der Landkreis einen Antrag stellen werde, „sofern nicht beide Gemeinden zustimmen.“ Es gab schon gemeinsame Sitzungen mit den Gremien beider Kommunen: „Wir sind bemüht, Lösungen zu finden. Der Gemeinderat nimmt hier seine Verantwortung sehr ernst.“

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