Heiraten in Zeiten von Corona
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Weil das Trauungszimmer in Hohenbrunn für die aktuell geltenden Sicherheitsvorkehrungen viel zu klein ist, weicht die Gemeinde jetzt kurzerhand in den Stadel aus. 

Corona-Pandemie

Weil Trauungszimmer zu klein ist: In Hohenbrunn wird jetzt im Stadel geheiratet 

  • Wolfgang Rotzsche
    vonWolfgang Rotzsche
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Weil das Trauungszimmer in Hohenbrunn für die aktuell geltenden Sicherheitsvorkehrungen viel zu klein ist, weicht die Gemeinde jetzt kurzerhand in den Stadel aus. 

Hohenbrunn – Heiraten birgt derzeit so seine Schwierigkeiten. Denn auch am schönsten Tag im Leben eines Paares gelten die Corona-Vorschriften. Hunderte Hochzeiten, das berichtete der Bayerische Rundfunk jüngst, sind daher zuletzt alleine in München abgesagt worden. Doch auch Hohenbrunns Bürgermeister Stefan Straßmair (CSU) kennt die Thematik. Er hat daher die Sorgen des Standesamts seiner Gemeinde nun dem Gemeinderat überbracht, verbunden mit dem Vorschlag, Trauungen vorübergehen im Gemeindestadel abzuhalten. Diesem Ansinnen kam das Gremium nach.

Trauungszimmer bietet nur Platz für fünf Personen

Aufgrund der geltenden Bestimmungen sei der Teilnehmerkreis an einer standesamtlichen Trauung derzeit arg begrenzt, erläuterte Straßmair. Das Trauungszimmer im Rathaus ist überschaubar groß. Theoretisch könnten dort, mit dem entsprechenden Sicherheitsabstand, nur fünf Personen anwesend sein: „Das wären dann gerade einmal das Brautpaar und die Trauzeugen“, rechnete Straßmair vor. Neben dem Standesbeamten, versteht sich. Mama, Papa, Opa oder Oma müssten der Eheschließung also fernbleiben. Ganz zu schweigen von weiteren Gästen, die vielleicht zugegen sein möchten. Und das sollen sie auch.

„Wir haben im Rathaus über andere Möglichkeiten nachgedacht, nachdem mehrere Anfragen an uns gerichtet worden sind, wie wir zumindest ein paar Personen mehr zu den Trauungen zulassen zu können“, sagte Straßmair. Also muss ein Alternativstandort her. Gewidmet wäre zwar der Lehrsaal im Feuerwehrgerätehaus für Trauungen. Aufgrund der Pandemie darf das Gerätehaus zum Schutz der Einsatzsicherheit derzeit aber nicht von Fremden betreten werden. Also was tun? In Frage kamen weitere gemeindliche Liegenschaften. Ein bisserl nach was ausschauen sollte der Trauungsort auch, um den feierlichen Charakter zu bewahren. So kam der Gemeindestadel ins Spiel.

Neue Leiterinnen im Standesamt

Dort steht mehr Platz zur Verfügung, um einer Trauung beizuwohnen. Wobei das Angebot auf Bürger aus Hohenbrunn beschränkt ist und eine Kostenübernahme durch das Brautpaar notwendig sein wird. Bis Jahresende wäre der Stadel eine Alternative, so Straßmair. Zum Jahreswechsel zeigte er sich „bester Hoffnung“, den Saal im fertig werdenden Stephani Haus für Trauungen nutzen zu können.

Hoffnungen darf sich übrigens auch die bisherige Leiterin des Standesamtes, Theresa Steiner, machen. Die Verwaltungsfachwirtin wurde vor etwas mehr als einem Jahr berufen, erwartet nun aber ein Kind. Aus diesem Grund betraute der Gemeinderat die Leiterin des Hauptamtes, Priska Mack, mit dieser Aufgabe. Mack war bisher stellvertretende Standesamtsleiterin. Diesen Posten wiederum übernimmt nun Carina Solleder.

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