1. Startseite
  2. Lokales
  3. München Landkreis
  4. Hohenbrunn

Hohenbrunn baut weiter aus: Fernwärme gewinnt an Bedeutung

Erstellt:

Von: Wolfgang Rotzsche

Kommentare

Fernwärmerohre im Schacht.
Fernwärmerohre im Schacht. © Symbolfoto: Marc Schreib

Die Grundschule Hohenbrunn, das Lehrerwohnhaus, die Kinderwelt Hohenbrunn sowie das Feuerwehrgerätehaus werden an die Fernwärme angeschlossen. Das hat jetzt der Hohenbrunner Gemeinderat beschlossen.

Hohenbrunn - Zurückgreifen wird die Kommune auf ein Angebot der Stadtwerke München. Das Gremium hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Nach einer Vorberatung im Umwelt- und Klimaschutzausschuss, basierend auf der Vorstellung des angepassten Heizkonzeptes durch die Energieagentur Ebersberg-München, beschloss der Ausschuss eine Machbarkeitsstudie für ein Biomassenahwärmenetz im Vergleich zur Fernwärme. Er beauftragte das Ingenieurbüro Energie-System-Technik GmbH. Für ein Nahwärmenetz müsste die Heizzentrale mit Brennstofflager in die Grundschule integriert oder eine Anlage in Containerbauweise auf dem dortigen Sportplatz gebaut werden.

Fördermittel ermittelt

In der Studie wurden zudem der Raumbedarf für Brennstofflager und Heizzentrale, Liefersituation, emissionsrechtliche Situation, Schornsteinhöhe, Investitionsvolumen (Budget), mögliche Nahwärmetrassen, aktuell mögliche Fördermittel und Betreibermodelle ermittelt und gegenübergestellt. Das klingt nach viel Aufwand. Unterm Strich zeigt die Studie, dass die Fernwärmeversorgung durch die Stadtwerke München günstiger ist, als das Schaffen einer Biomassenahwärmeversorgung. Zuletzt wurde mit den Stadtwerken nochmals verhandelt, um einen möglichen Anschluss des Schulgebiets westlich der Bahn in die Vereinbarungen mit aufzunehmen. Sollten die Realschule und Montessori-Schule an das Fernwärmenetz angeschlossen werden, wirkt sich dies positiv auf die Wirtschaftlichkeit der Variante Fernwärme aus.

Anfragen zu Anschlüssen gibt es bereits

Im Gespräch war auch, dass Anlieger der Fernwärmeleitungen ihre Hausanschlüsse an das Fernwärmenetz anschließen lassen könnten. Es gibt schon Anfragen, allerdings scheinen die derzeit sehr hohen Kosten für einen Hausanschluss abzuschrecken. Der Vorschlag einer Nachfragebündelung fand allgemeine Zustimmung. Falls sich genügend Interessenten finden, könnte ein Hausanschluss wesentlich günstiger werden. Unter Umständen stehen auch bald höhere Fördergelder für einen Fernwärmeanschluss zur Verfügung.

Die Gemeinde versorgt bereits die Grundschule Riemerling, die Carl-Steinmeier-Mittelschule, der Gemeindebauhof, die Kaiserstiftung, das Pfarrheim sowie das Wohnprojekt „Zuhause am Hölzl“ mit Fern- oder Nahwärme. Realisiert werden noch die Anschlüsse für den Sportcampus Riemerling und das Rathaus.

Auch interessant

Kommentare