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Ein Teil des Gebäudes wird neugebaut.

Gemeinde Hohenbrunn stimmt zu

Geld und Ja zum Pfarrheim-Neubau

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Grünes Licht und mehr Geld gibt‘s von Hohenbrunn für die Pläne zum Neubau des Pfarrheims St. Stephanus. Die Kommune profitiert ja auch gewaltig. 

Hohenbrunn – Eindeutig ist das Signal der Gemeinde Hohenbrunn zum geplanten Neubau des Pfarrheims von St. Stephanus. Alle Ratsmitglieder befürworteten die Pläne. Unisono wurde die Chance begrüßt, dass das Rathaus durch einen Neubau mehr Platz erhalten kann. Denn die Pfarrei St. Stephanus baut und plant auch einen Saal und Büros, die die Gemeinde (mit-)nutzen kann.

Etwas kryptisch ist allerdings der Beschluss, wie sich die Gemeinde finanziell daran beteiligen wird: „Der Gemeinderat beschließt, den zugesagten Zuschuss in Höhe von 1,2 Millionen Euro im Bedarfsfall um die in 2018 und 2019 gestiegenen Baupreiskosten sowie zusätzlich um die anteiligen Mehrkosten durch die Umplanungen zu erhöhen.“

Kosten noch nicht seriös abschätzbar

Das Problem ist, dass der Architekt Clemens Pollok noch keine seriöse Kostenschätzung abgeben kann. Bei den anfangs geplanten 2,63 Millionen Euro wird es nicht bleiben, weil der Bau größer und um einen Aufzug, eine Außentreppe und weitere Büroräume erweitert wird. Um aber beim erzbischöflichen Ordinariat München schnell um Zustimmung und Fördermittel bitten zu können, brauchte es zeitnah grünes Licht vom Gemeinderat. Doch nun muss auch das Ordinariat Ja sagen.

Bürgermeister Stefan Straßmair (CSU) wollte sich nicht genau festlegen, um wie viel höher der Zuschuss der Kommune ausfallen wird. Bei den Mehrkosten rechnete er vor, dass es anteilig wohl etwa 40 Prozent sein dürften, die von der Gemeinde zu zahlen wären. Mehrere Ratsmitglieder forderten genaues Zahlenmaterial. Das Bürgerforum wünschte sich eine Deckelung des Zuschusses. Straßmair entgegnete, dass es besser sei, nach Einsparungen zu suchen, wenn Zahlen vorliegen. Karlheinz Vogelsang (ÜWG-FW) zeigte hingegen vollste Unterstützung für das Projekt: „Eine Kostenmehrung darf da für uns keine Rolle spielen.“ Auch Anton Fritzmaier (CSU) meinte: „Wir dürfen diese Chance nicht verstreichen lassen.“ Dritte Bürgermeisterin Regina Wenzel (SPD) konnte dem Bauvorhaben viel Gutes abgewinnen, wenngleich „es viel Geld für die politische Gemeinde ist. Wir zahlen schließlich auch Miete und schlucken einiges“.

„Win-Win für beide“

Aber deutlich im Vordergrund steht der Gewinn für die Gemeinde, etwa Barrierefreiheit zu schaffen und den Standort des Rathauses im Dorfzentrum zu erhalten. „Für beide Seiten eine Win-Win-Situation“, sagte Wenzel.

Architekt Pollok bremste aber die Hoffnungen, 2019 könnte der Neubau bereits fertig sein. Allein das Genehmigungsverfahren dürfte ein halbes Jahr dauern. „Realistisch gesehen werden wir erst im Frühjahr 2019 mit dem Bau beginnen können.“ Zwei Jahre lang könnten sich die Arbeiten hinziehen. „Das Pfarrheim hat nahezu kein Fundament. Wir müssen vorsichtig sein, die Baugrube auszuheben.“ Zudem bleibt das Rathaus während aller Arbeiten in Betrieb, sodass große Sorgfalt an den Tag gebracht werden muss.  

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