Mehr Kontrollen

Gemeinde geht massiv gegen Falschparker vor

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Hohenbrunn will verschärft gegen Falschparker vorgehen. Die Kontrollen soll künftig der Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberland (ZKV) übernehmen, der bereits für Geschwindigkeitsmessungen im Ort verantwortlich ist. Auch Dauerparkern soll es an den Kragen gehen. Dem hat der Gemeinderat jetzt zugestimmt.

Hohenbrunn – Bürgermeister Stefan Straßmair (CSU) zählte als Problem-Bereiche die Gewerbegebiete Hohenbrunn und Riemerling-West auf. Auch dem Bahnhofsgelände würde eine Kontrolle gut tun, da es hier einige Dauerparker gibt. Manche Fahrer würden sogar „kreuz und quer“ parken.

Für Straßmair ist klar, dass diese Maßnahme kein Einnahmenplus generiert. Soll sie auch nicht. Vielmehr gehe es darum, dass entsprechende Vorschriften auch eingehalten und deswegen überprüft werden müssen. „Die Polizei hat immer weniger Kapazitäten dazu. Deswegen macht diese Zweckvereinbarung Sinn. Aber ich möchte auch keine Ortspolitesse.“

Die Mitarbeiter des Zweckverbands werden nicht auf eigene Faust losziehen, sondern die zu kontrollierenden Bereiche sollen gemeinsam mit der Gemeine festgelegt werden, in Abstimmung mit der Polizei. Vorerst soll der ZKV zwischen zehn und 20 Stunden im Monat den Verkehr nach Falschparkern überwachen.

Widerstand regte sich in der SPD. Dritte Bürgermeisterin Regina Wenzel erklärte, sie sei grundsätzlich nicht dafür, alles zu reglementieren. Ihre Fraktionskollegin Mechthild Heinmüller plädierte für mehr Dialog. Wenn vor Schulen oder Kindergarten in verbotswidrigen Bereichen geparkt wird, dann solle vor Ort mit dem Elternbeirat gesprochen werden. Wenn Autohändler ihre Fahrzeuge irgendwo abstellen, dann sollte man auf sie zugehen.

Jedes zehnte Fahrzeug zu schnell

Erste Erfahrungen gibt es mit dem Verband in Sachen Geschwindigkeitskontrollen. Sebastian Heinzig vom Hauptamt berichtete, dass bei Messungen jedes zehnte Fahrzeug zu schnell war, wobei die meisten Überschreitungen im Bereich zwischen sechs und zehn Stundenkilometern liegen. Regelmäßig zu schnell gefahren wird demnach am Notinger Weg und in der Putzbrunner Straße. Indes scheinen die Maßnahmen in der Siegertsbrunner Straße vor dem Schulhaus zu fruchten. Hier kam es nur selten zu Tempoüberschreitungen.

An den 22 Messstellen möchte Straßmair vorerst festhalten: „Wir sollten den Effekt, dass das Tempo besser eingehalten wird, nicht verpuffen lassen.“ Auch hierzu hat Heinmüller eine andere Meinung: „Ich bin fürs Appellieren, nicht fürs Kontrollieren.“ 

Rubriklistenbild: © dpa

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