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Ein ganz besonderer Tag: Murni Suwetja und Sebastian Myrus feiern dieses Jahr mit Tochter Julia und Sohn Valentin am 14. Februar ihren neunten Jahrestag. 

Jetzt sind sie schon im verflixten siebten Jahr

Am Datum der Liebe hat’s Klick gemacht: Paar erzählt seine Valentinstagsgeschichte

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Für diese Familie aus Hohebrunn hat der Valentinstag ein große Bedeutung: Am 14. Februar wurden Murni Suwetja und Sebastian Myrus ein Paar. Ihr Sohn trägt einen Namen, der sie immer daran erinnert.

Hohenbrunn– „Heute ist ein ganz besonderer Tag, weißt Du wieso?“, fragt der vierjährige Valentin mit einem verschmitzten Lächeln, das seine Zahnlücke zum Vorschein bringt. Mit leuchtenden Augen zeigt er auf einen Wandkalender, der 14. Februar ist mit einem Dutzend glitzernden Sternen beklebt. Heute ist der Namenstag des Buben, doch der Tag hat für Valentins Familie noch eine viel größere Bedeutung.

Murni Suwetja (41), Valentins Mutter, hält sein zwei Wochen altes Geschwisterchen im Arm. Julia schläft ganz friedlich in einer Decke, während ihr Bruder und sein Papa Sebastian Myrus (42) den Kuchentisch decken. „Für uns spielt der Valentinstag eine große Rolle“, sagt der frisch gebackene zweifache Vater, während er die Gabeln auf den Esstisch legt. Und seine Frau erklärt mit breitem Grinsen: „Da hat mein Mann endlich eingesehen, dass wir zusammen gehören – ich wusste es ja schon vorher.“

Liebes-Anruf vom Flughafen

Die beiden kannten sich schon fünf Jahre, bevor sie 2011 am Valentinstag ein Paar wurden. „Das war eigentlich kein typisches Valentinstagsdate“, sagt Myrus. Denn die beiden Riemerlinger sind kein Fans von rosa Plüschherzen, beschrifteten Schlössern an Brücken und der Kommerzialisierung des 14. Februars. „Wir waren vor neun Jahren mit Freunden beim Skifahren in Österreich“, erinnert sich der 42-Jährige. Nachdem er seine jetzige Frau zum Flughafen gebracht hatte und sie in ihren Flieger in ihre Heimat Holland gestiegen war, wurde ihm klar, dass es doch mehr als Freundschaft zwischen den beiden ist. „Ich habe Murni dann angerufen und ihr die Frage gestellt“, sagt Myrus. Dass sie am Tag der Liebe zusammen gekommen sind, sei eigentlich nicht geplant gewesen. „Eine untypische Valentinstagsgeschichte, aber eine ganz besondere“, sagt Suwetja.

Zwei Jahre später heiratete das Paar mit Freunden und Familie aus den Niederlanden und Deutschland. Heuer feiern Beide schon ihren siebten Hochzeitstag. Vom verflixten siebten Ehejahr hält das Paar aber nichts. Dass sie so glücklich und ausgeglichen wirken, kann auch daran liegen, dass die beiden eine große gemeinsame Leidenschaft teilen. „Wir sind freiberufliche Sänger“, sagt Murni Suwetja. Über den gemeinsamen Beruf haben sich die Beiden auch vor 14 Jahren in Holland kennengelernt. Der Job als Sänger bedeutet aber auch, dass sie viel reisen. „Bei uns gibt es keine Alltag“, sagt Myrus. Ein anderes Leben würden sich die Zwei aber auch nicht wünschen.

Am Valentinstag gehts wieder nach Österreich - diesmal mit Kindern

Die Leidenschaft und der Musikgeschmack der Eltern scheint schon ein bisschen auf den kleinen Valentin abgefärbt zu haben. Während andere Kinder in seinem Alter „Pumuckl“ oder „Der kleine Drache Kokosnuss“ hören, schallt aus den Lautsprechern von Valentins CD-Player klassische Musik. „Seine Favoriten sind derzeit Buena Vista Social Club und das Weihnachtsoratorium von Bach.“, sagt Sebastian Myrus. Ein exklusiver Musikgeschmack für einen Vierjährigen. Dass der Sohn der beiden Sänger Valentin heißen soll, „war eigentlich klar“, sagt Murni Suwetja. Der Name bedeutet „der Starke“ oder „der Gesunde“. „Auch wenn wir uns an einem anderen Tag kennengelernt hätten, würde Valentin so heißen“, sagt die 41-Jährige. „Es ist einfach ein schöner Name.“

Liebe feiern bedeutet für das Ehepaar, bewusst Zeit mit der Familie und mit Freunden zu verbringen. Die Vier genießen nach Julias Geburt die gemeinsame Zeit in vollen Zügen. Zum diesjährige Valentinstag will das Ehepaar wieder nach Österreich fahren, an den Ort, wo die Liebe der Beiden begann. Dieses Mal aber mit ihren zwei Kindern.

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