Zuschuss zur Aussaat

Landwirte wollen Geld für Blumen - und ernten Kritik

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Ein blühendes Hohenbrunn erhofft sich Bürgermeister Stefan Straßmair (CSU) mit der Aussaat von Blumenwiesen auf landwirtschaftlichen Flächen. 6000 Euro steuert die Gemeinde hierzu bei. Warum die Landwirte das nicht selbst in die Hand nehmen, war die große Frage im Umweltausschuss.

Hohenbrunn – Der Vorstoß kam aus der örtlichen Bauernschaft. Die Blumenwiesen sollen Nahrung für Bienen und Schmetterlinge bieten Morten Schweigler (SPD) merkte an, dass Landwirte ja durch Feldwirtschaft und Düngen selbst dazu beitragen würden, dass weniger Bienen unterwegs seien. Dann sollen es die Bauern auch selbst machen, ohne Geld der Kommune. Auch Wolfgang Schmidhuber (Grüne) bezeichnete einen der Hauptverursacher für Insektensterben die Landwirte. Es gäbe zudem genügend Fördermöglichkeiten, ohne, dass die Gemeinde hier einspringen müsse. Einzig allein dann würde er einen Sinn in einem Gemeindebeitrag sehen, „wenn die Bauern dann auf allen anderen Flächen nichts machen, was gegen die Insekten ist.“ Für Franz Braun (CSU) war die Idee an sich nichts Neues: „Mit dieser Thematik beschäftigen wir uns schon lange in der Lokalen Agenda.“ Er bat darum, die Aussaat in enger Abstimmung mit Imkern und dem Bund Naturschutz zu unternehmen. Sein Parteikollege Josef Maier empfand 6000 Euro als „vollkommen in Ordnung.“ Schließlich würden Insekten und Bevölkerung davon profitieren. „Denn auch das Auge isst bekanntlich mit“, sagte er. Bürgermeister Stefan Straßmair merkte an, dass die Gemeinde für andere Flächen schon wesentlich mehr Geld ausgegeben habe. Hier könnte mit vergleichsweise wenigen Mitteln im gesamten Gemeindegebiet viel Gutes getan werden. Auf neun Flächen, also insgesamt 30 000 Quadratmetern, könnte Hohenbrunn ganz neu erblühen. Anfangs soll der Versuch heuer unternommen werden. Anhand der Entwicklung könnte das Projekt dann weiter fortgeführt werden.

Rubriklistenbild: © dpa

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