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Das Eingangstor zum gefährlichen Bereich des ehemaligen Munitionsdepots. Den Wald hätten die Grünen gerne für die Bevölkerung geöffnet.

MUNA-Wald bleibt Sperrgebiet

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Abgeblitzt sind die Grünen in Hohenbrunn mit ihrem Vorschlag, den sogenannten gefährlichen Bereich des ehemaligen Munitionsdepots (MUNA) und damit das Waldgebiet für die Bevölkerung zu öffnen.

Hohenbrunn – Für die Grünen und die Fraktion Bürgerforum/Freie Wähler ist es selbstverständlich, dass baldmöglichst dieser bisher eingezäunte Bereich für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll. Im Grünen-Antrag ist als Ziel Ende 2022 formuliert. „Der Wald muss zugänglich und als Naherholungsgebiet nutzbar sein“, forderte Martina Kreder-Strugalla. Es sei schon viel Zeit ins Land gegangen, seitdem die Gemeinde die Fläche erworben habe. Aber nicht allein. Ein Teil liegt auf Siegertsbrunner Flur. Deswegen schlug die Gemeindeverwaltung vor, die Kommunalwahlen abzuwarten und im Sommer mit der Nachbargemeinde ins Gespräch zu kommen. „Das ist natürlich sinnvoll und wünschenswert, wenn Höhenkirchen-Siegertsbrunn mitmacht“, erwiderte Kreder-Strugalla. Aber sie wollte nicht so lange warten. Auch Bürgermeisterkandidatin Pauline Miller (Bürgerforum) sprach sich für eine zeitnahe Öffnung aus. 2019 ist eine Machbarkeitsstudie zur Öffnung erstellt worden. Seitdem sei nichts geschehen: „Wir hätten schon ein ganzes Jahr was machen können.“

Gemeinde will nicht ohne Höhenkirchen-Siegertsbrunn entscheiden

Bürgermeister Stefan Straßmair (CSU) erklärte, dass sehr wohl erste Maßnahmen ergriffen worden sind. Und auch er möchte die MUNA öffnen. „Aber wir sollten dringend Absprache mit der Nachbargemeinde halten.“ Morten Schweigler (SPD) quittierte den Grünen-Antrag mit einer kurzen Feststellung: „Schön, dass Wahlkampf ist.“

Vizebürgermeister Benno Maier (CSU) sprach von einer einmaligen Gelegenheit, der Natur im gesperrten Bereich so viel Zeit wie möglich zu geben. Dort würden sich Feuchtbiotope bilden, denen ruhig Zeit gelassen werden soll, um sich zu entwickeln. Er warnte davor, die Zäune zu entfernen. Wildschweine seien auch in der Nähe festgestellt worden. Und wenn einmal eine Rotte Lunte riecht, dürfte vieles von der Natur dort zerstört werden. „Wir sollten die Öffnung so weit wie möglich nach hinten schieben“, lautete Maiers Credo.

Dritte Bürgermeisterin Regian Wenzel (SPD) erklärte, Hohenbrunn würde nicht in einer Steinwüste leben. Es gäbe durchaus Naherholungsgebiete in unmittelbarer Nähe: „Wir können das Gebiet noch im Dornröschenschlaf halten.“ Und zur Zeit sieht Wenzel keine Chance, mit der Nachbargemeinde über dieses Thema zu sprechen: „Mit der jetzigen Bürgermeisterin geht gar nichts.“

Der Grünen-Antrag auf Erstellung einer Planung zur Vorbereitung der Öffnung des MUNA-Waldgebietes bis Ende 2022 wurde letztlich mit sieben zu zwölf Stimmen abgelehnt. Laut Machbarkeitsstudie würde die Öffnung des Geländes bis zu 739 000 Euro kosten.  

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