S-Bahn-Unfall Hohenbrunn Riemerling Unfallstelle mit Kreuz
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Jugendliche besuchten die Unfallstelle, um Abschied zu nehmen

Nach Bahnunglück: Fußgänger-Tunnel gefordert

Eine Untertunnelung der Gleise fordert die Fraktionsgemeinschaft ÜWG-FW/Bürgerforum nach dem tödlichen Unfall. Ein Antrag, den sie bereits vor einigen Jahren eingebracht hat.

Hohenbrunn – Nach dem tödlichen Bahnunglück im September erneuert die Fraktionsgemeinschaft ÜWG-FW/Bürgerforum ihre Forderung nach einem sicheren Übergang über die Gleise. Der Vorschlag: eine Untertunnelung am Ortsausgang Riemerling.

Der Wunsch nach einer Verbindung zwischen Riemerling West und Ost am Ortsrand bestehe schon seit über 20 Jahren. „Es gibt zwischen Ottobrunn-Bahnhof und Hohenbrunn-Dorf keine sichere Verbindung zu Fuß oder per Rad zwischen den beiden Ortsteilen“, schreiben Pauline Miller und Karlheinz Vogelsang, die Vorsitzenden der Wählergemeinschaft. „Dies führt dazu, dass seit je her Personen über die Gleise gehen und das Warnschild an der Bahnlinie am Ortsausgang von Riemerling missachten.“ Bereits 2014 hatte unsere Wählergemeinschaft nach eigenen Angaben dort eine Untertunnelung der S-Bahn vorgeschlagen. Hierfür sei auch Budget im Haushalt eingestellt worden. „Nach einer Besichtigung vor Ort wurde die Planung wiedereingestellt. Begründung: angeblich technisch nicht realisierbar“, heißt es in der Pressemitteilung. Die Deutsche Bahn habe in einem Schreiben im April 2015 jedoch angeboten, dass „sie zur Entschärfung dieser Situation bereit ist, gemeinsam nach einer Lösung zu suchen, die vorhandenen Fußgängerströme zu leiten ohne die Sicherheit für den Eisenbahnbetrieb zu gefährden, gegebenenfalls auch unter Errichtung einer neuen Kreuzung“.

Für Miller und Vogelsang ist es nun höchste Zeit, die versäumten Gespräche mit der Bahn nachzuholen und eine Lösung zur sicheren Überquerung der Gleise zu finden und zeitnah zu realisieren. „Aus unserer Sicht ist eine Untertunnelung der Gleise möglich“, betonen sie. Die Fraktionsgemeinschaft hat diesen Vorschlag erneut als Antrag in den Gemeinderat eingebracht, damit die Untertunnelung auf technische Realisierbarkeit geprüft werden kann. Zusätzlich solle als Sofortmaßnahme eine beidseitige Beschilderung der Gleise erfolgen.

Auch aus der Bevölkerung mehren sich die Forderungen nach Konsequenzen, nachdem ein 15-Jähriger an den Gleisen starb. Die Bürger plädieren für eine Unterführung - oder einen Zaun.

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