S-Bahnhof in Hohenbrunn
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Nahe des S-Bahnhofs könnte die Realschule in Hohenbrunn entstehen, so der Wunsch der Kommunalpolitiker.

Freie Wähler und Bürgerforum drängen auf Absichtserklärung

Hohenbrunn soll sich Realschule sichern

  • Wolfgang Rotzsche
    vonWolfgang Rotzsche
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In Hohenbrunn regt sich erneut das Interesse an einem Realschulstandort. Nach der klaren Aussage der Nachbargemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn, dass dort nur eine Realschule an der Brunnthaler Straße in Frage kommt, rückt Hohenbrunn wieder mehr in den Fokus.

Hohenbrunn – Die Fraktionsgemeinschaft ÜWG-FW/Bürgerforum lässt nunmehr in einer Pressemitteilung wissen, dass sie Bürgermeister Stefan Straßmair (CSU) sowie die anderen Fraktionen aufgefordert hat, „die Diskussion hierüber nicht erst in der für Ende November 2020 angesetzten Klausur-Tagung des Gemeinderates zu führen.“ Die beiden Vorsitzenden Pauline Miller (Bürgerforum) und Karlheinz Vogelsang (ÜWG-FW) machen darin deutlich: „Wenn wir eine Realschule in Hohenbrunn wollen, dann sollten wir dem Schulverband zur nächsten Sitzung eine erste Planung für einen Standort in Hohenbrunn in der Nähe des S-Bahnhofes sowie eine klare Absichtserklärung hierfür präsentieren können.“

Druck auf die Deutsche Bahn AG zum Ausbau des S-Bahnhofs

Im Hinterkopf haben nicht nur diese beiden Gruppierungen, wo eine staatliche Realschule denkbar wäre: am Hohenbrunner Bahnhof. Die Nähe zum S-Bahnhalt ist ein bekannter Wunsch im zuständigen Zweckverband Staatliche weiterführende Schulen im Südosten des Landkreises. Es geht überhaupt um die Entwicklung des Hohenbrunner Gebietes westlich der Bahn. Mit dem Bau einer Realschule erwartet sich nicht nur das Fraktionsbündnis Druck auf die Deutsche Bahn AG, „den S-Bahnhof Hohenbrunn endlich barrierefrei auszubauen und von beiden Seiten begehbar zu machen.“

Grundsatzbeschluss zur Realschule gefasst

Am 25. Juni dieses Jahres hat der Hohenbrunner Gemeinderat einstimmig einen Grundsatzbeschluss gefasst. Dieser besteht aus drei Punkten: Eine Realschule mit Standort in Hohenbrunn ist denkbar. Allerdings wird die Entwicklung in Höhenkirchen-Siegertsbrunn abgewartet. Der Vorschlag einer Kooperation mit der Montessorischule wird aufgenommen und geprüft. Die finanzielle Eigenbelastung (unter anderem Schwimmbadbau) soll bei der Finanzierung berücksichtigt werden. Weiterhin sollen Kooperations- und Finanzierungsmöglichkeiten untersucht werden.

Ein Grundstück gibt es noch nicht

Ein Grundstück an sich hat die Gemeinde nicht, das sie vorweisen kann. Dieser Umstand bereitet Miller und Vogelsang keine Sorgen, denn „über eine Sozialgerechte Bodennutzungs-Regelung könnte eine entsprechende Fläche vom Grundstücksbesitzer für die Umwandlung in Bauland eingefordert werden“. Bei den Baukosten für eine neue Realschule müsse geprüft werden, ob sich nicht eine kostengünstige Lösung findet. Stoff genug für die kommenden Sitzungen in Hohenbrunn. Die nächste Zweckverbandsversammlung ist für den 25. November anberaumt.

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