Hohenbrunn zeigt Interesse an Schule

Ärger über Straßmairs Alleingang

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Die Gemeinde Hohenbrunn zeigt Interesse, ein Gymnasium anzusiedeln. Damit wirft die Gemeinde neben Putzbrunn ihren Hut in den Ring.Der Gemeinderat befürwortete diesen Schritt. Aber es gab auch Kritik am

Hohenbrunn – Zweckverband Staatliche weiterführende Schulen im Südosten des Landkreises und Bürgermeister Stefan Straßmair (CSU). Denn in der jüngsten Sitzung bekam Putzbrunn mehr oder weniger schon eine positive Antwort. Hier ist im Gespräch, dass ein neues Verbandsgymnasium in der Nähe des Gewerbegebiets an der Waldkolonie realisiert werden könnte.

Landrat Christoph Göbel (CSU) habe Gespräche mit der Landeshauptstadt geführt. Es zeigte sich, dass in Putzbrunn Schüler aus Haar, Grasbrunn und Waldperlach aufs Gymnasium gehen könnten. Das wiederum würde den Druck auf die bestehenden Gymnasien reduzieren. „Ich hatte den Eindruck, dass im Zweckverband diese Lösung vorteilhafter gesehen worden ist“, sagte Straßmair, der selbst dafür stimmte. Der Bürgermeister begründet seine Entscheidung damit, dass er im Zweckverband alle Verbandsgemeinden und Schüler im Blick haben müsse.

Auch Verbandsrätin Regina Wenzel (SPD) zeigte sich von der Wendung überrascht: „Ich war extremst verwundert über diese Entwicklung.“ Hatte doch der Zweckverband im November noch beide Gemeinden gebeten, sich Gedanken über einen gymnasialen Standort zu machen. Putzbrunn hatte vor Weihnachten grünes Licht signalisiert. Die Zeit dränge. Aufgrund der Schülerzahlprognosen, die auch durch die Wiedereinführung des G 9 steigen werden, sei eine schnelle Lösung nötig. Ziel sei es, das neue Gymnasium zum Schuljahr 2025/26 in Betrieb zu nehmen. Unabhängig davon soll das Gymnasium in Höhenkirchen-Siegertsbrunn erweitert werden.

In einem Punkt geht es Putzbrunn und Hohenbrunn gleich. Ein eigenes Grundstück ist nicht vorhanden. Freie Flächen gibt es westlich der Bahn von Hohenbrunn. „Mit Grundstückseigentümern habe ich schon gesprochen“, erklärte Straßmair. Aber konkrete Aussagen gibt es nicht. Nötig wären 25 000 bis 30 000 Quadratmeter Platz. Straßmair: „Die Kosten sind schon eine Hausnummer.“ Denkbar wäre auch, sich eine Erbpacht zu überlegen. Prinzipiell, findet Straßmair, sollte Hohenbrunn schon ein Gymnasium bekommen. Aber bis 2025? „Das wäre ganz schön sportlich.“ Der Bauboom im Landkreis hält weiter an und in absehbarer Zeit eine weitere Bildungseinrichtung benötigt werde. Das wäre die Chance für Hohenbrunn. Mit einem Konzept, wie die Ortsentwicklung westlich der Bahn auch mit einem Gymnasium ausschauen könnte. WOLFGANG ROTZSCHE

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