+
Stoßen an auf die Einweihung der Carl-Steinmeier-Mittelschule: (v.l.) Günter Heyland, Maria Els, Karin Olesch, Schulleiter Michael Weiß, Maria Feiner, Stefan Straßmair und Thomas Loderer. 

Carl-Steinmeier-Mittelschule

„Alte Kreidetafeln braucht es nicht mehr“

  • schließen

In feierlichem Rahmen ist die Carl-Steinmeier-Mittelschule in Hohenbrunn-Riemerling eingeweiht worden.

Riemerling – Sechs Jahre liegen zwischen der Entscheidung, ein neues Schulhaus zu errichten, und dem Zeitpunkt der Einweihung der Carl-Steinmeier-Mittelschule. Sie ist schon seit einigen Wochen am neuen Standort in Betrieb. Jetzt durfte gefeiert werden. Und es gab viele lobende Worte an den Schulverband.

Regierungspräsidentin Maria Els attestierte am gestrigen Nachmittag den Gemeinden Hohenbrunn, Ottobrunn, Neubiberg und Putzbrunn, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Von den rund 20,8 Millionen Euro Kosten hat die Regierung von Oberbayern 3,6 Millionen Euro an Fördermitteln bewilligt. Den Mammutanteil tragen die vier Kommunen. „Jede Investition in Bildung ist wichtig für die gesamte Gesellschaft“, erklärte Els. Und wartete mit einem Spruch von Martin Luther auf: „Wo Schulen wachsen, steht es wohl im Lande.“ Ihr Fazit: „Martin Luther hätte seine Freude an dieser Baumaßnahme.“

Nicht viel anders gab Schulamtsdirektorin Karin Olesch kund, wie wichtig der Neubau für den Landkreis München sei: „Hier ist eine zeitgemäße Schule von heute entstanden.“ Großzügig und hell sei das Schulgebäude, das auch auf die Ganztagesklassen Rücksicht nimmt und beispielsweise eine „bestausgestattete Mensa“ bietet.

Bei der Grundsteinlegung vor zwei Jahren hätten Schüler ihre Wünsche formuliert. Unter anderem war auf den Tafeln, die mit der Zeitkapsel versenkt worden sind, zu lesen, dass sich Schüler im neuen Haus eine angenehme und friedvolle Atmosphäre erhoffen. „Haben sich alle Wünsche erfüllt?“, warf Olesch als Frage in den Raum. Nach Ansicht der Schulamtsdirektorin durchaus, denn vor allem die Ausstattung sei zeitgemäß.

Das konnte Hohenbrunns Bürgermeister Stefan Straßmair (CSU) als Schulverbandsvorsitzender nur bestätigen. Auch er hatte ein Zitat parat, das von Malala Yousafzai stammt: „Ein Kind, ein Lehrer, ein Stift und ein Buch können die Welt verändern.“

Virtuell sei die neue Schule auf aktuellstem Stand. „Alte Kreidetafeln braucht es nicht mehr.“ Straßmair betonte den Vierklang der beteiligten Gemeinden. Da war ihm der Dank „für die hervorragende Zusammenarbeit“ sehr wichtig. „Wir haben immer die bestmögliche Lösung für die Schulfamilie gesucht und gefunden.“

Von Seiten der Kommune erklärte der Bürgermeister, dass es bei dieser Einweihung noch lange nicht bleiben wird. Denn das alte Schulhaus, das nur wenige Meter vom Neubau steht, wird demnächst abgerissen und dort dann das Hallenschwimmbad und die Zweifachturnhalle neu errichtet: ein Schul- und Sportcampus für die Zukunft Hohenbrunns und der umliegenden Gemeinden. 

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Skandal um Fußballer des FC Türk Sport Garching - Verband reagiert inkonsequent
Das umstrittene Militärsalut der türkischen Nationalmannschaft auf dem Fußballplatz findet mehrere Nachahmer im Landkreis. Trotz Androhung harter Strafen.
Skandal um Fußballer des FC Türk Sport Garching - Verband reagiert inkonsequent
Münchner Mountainbiker stirbt nach Sturz an Isar - Spaziergänger fanden ihn schwerverletzt
Ein Münchner Mountainbiker ist auf der sogenannten „Isartrail Grünwaldrunde“ gestürzt. Spaziergänger fanden ihn, doch er verstarb.
Münchner Mountainbiker stirbt nach Sturz an Isar - Spaziergänger fanden ihn schwerverletzt
Neue Hoffnung im Kampf gegen den Biber: Das ist der kuriose Grund
Der Biber sorgt in Ismaning seit Jahren für Ärger. Nun wittern Landwirte und Gemeinde eine Chance im Kampf gegen den Nager. Der Grund: ein anderes Tier, das der Biber …
Neue Hoffnung im Kampf gegen den Biber: Das ist der kuriose Grund
Die doppelte Genossin: Elisabeth Gerner (SPD) will Bürgermeisterin werden
Die Bürgermeisterkandidatin Elisabeth Gerner (SPD) ist zwar noch nicht im Gemeinderat, hat aber schon große Pläne für die Zukunft Neubibergs nach der Kommunalwahl 2020.
Die doppelte Genossin: Elisabeth Gerner (SPD) will Bürgermeisterin werden

Kommentare