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Vielleicht wird bald nichts mehr aus den Plänen?

Initiatoren wollen Flächenversiegelung verringern 

Bürgerbegehren für Tiefgarage unter geplantem Rewe

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Mit einem Bürgerbegehren erhoffen sich Hohenbrunner Bürger, dass der an der Putzbrunner Straße geplante Vollsortimenter eine Tiefgarage erhalten soll. Derzeit versuchen Sigrid Bauer und ihre Mitstreiter genügend Unterschriften hierfür zu sammeln. Es müssten um die 700 Unterschriften sein, damit ein Bürgerentscheid ermöglicht wird.

Hohenbrunn – Bereits im Februar wird der Bauausschuss über die Stellungnahmen zur ersten Auslegung für den Bebauungsplan beraten. Das ist das zeitliche Ziel, das sich Bauer vornimmt. „Ich weiß, dass es knapp ist, bis dahin die Unterschriften zu sammeln. Aber ich will es auf versuchen“, sagt die 59-Jährige. Schon länger stößt sie sich daran, dass zwischen dem Vollsortimenter und dem Ärztehaus rund 100 oberirdische Stellplätze entstehen sollen. „In Hohenbrunn kann tief genug gegraben werden, um eine Tiefgarage zu errichten“, erklärt Bauer. Die Bodenversiegelung durch die oberirdischen Stellplätze sei ihrer Meinung nicht notwendig. Gegen den Rewe, der da entstehen soll, habe sie nichts: „Ich bin eine der ersten, die da einkaufen wird.“

Die Unterzeichner des Bürgerbegehrens, neben Bauer ihr Mann Georg und Hedwig Rietzler, berufen sich auf den im Koalitionsvertrag von CSU und Freien Wählern festgehaltenen Passus, den Flächenverbrauch im Freistaat Bayern zu senken und mit der Fläche möglichst schonend umzugehen. Mit Flyern möchten die Initiatoren auf ihr Anliegen aufmerksam machen. In Geschäften liegen Listen aus. „Und wir werden auch von Haus zu Haus gehen“, sagt Bauer.

Das Bürgerbegehren konzentriert sich auf die Frage: „Sind Sie dafür, dass im Bebauungsplan, Putzbrunner Straße, der Bau eines Supermarktes nur mit einer größtmöglichen Tiefgarage geplant wird und dieses im laufenden Bebauungsplanverfahren rechtskonform eingearbeitet wird und für die erneuten Verfahrensschritte berücksichtigt wird?“ Hohenbrunns Bürgermeister Stefan Straßmair (CSU) erklärt im Gespräch mit dem Münchner Merkur, dass der Bebauungsplan auch eine Tiefgarage als Möglichkeit vorsieht. „Wir haben sie aber nicht zwingend festgeschrieben“, erklärt der Rathauschef. Die Stellplätze seien nicht nur für den Vollsortimenter, sondern auch fürs Ärztehaus. Zum Teil könnten sie auch für den Sportplatz mitgenutzt werden. Bei einer Tiefgarage müssten Feuerwehr- und Lkw-Zufahrt trotzdem oberirdisch nachgewiesen werden. Die Versiegelung dürfte deswegen nur zum Teil verringert werden.

Bürgermeister Straßmair erklärt, dass es kein leichtes Unterfangen war, einen Vollsortimenter nach Hohenbrunn zu bringen. „Das war kein Selbstläufer; wir haben viel Vorarbeit und Überzeugung erbringen müssen.“ Sollte das Bürgerbegehren durchgehen, müsste auch die Konsequenz klar sein: „Ich gehe davon aus, dass das ganze Projekt kippt, sollte eine Tiefgarage vorgeschrieben werden.“

Auf dem Gelände sollen neben dem Supermarkt und dem Ärztehaus auch noch Wohnungsbauten errichtet werden. Im Zuge dessen soll ein Kreisverkehr auf der Bundesstraße B 471 realisiert werden. WOLFGANG ROTZSCHE

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