Niklas Süle schwer verletzt: FC Bayern bestätigt Horror-Diagnose

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Birgit Langenbein und Sascha Backhaus musizieren in ihren Pausen auf dem Wolf-Ferrari-Klavier.

Instrument des Komponisten steht im Hohenbrunner Rathaus

Wolf-Ferrari-Klavier zum Anfassen

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Hohenbrunn – Konzert in der Kaffeepause: Rathaus-Mitarbeiter können in ihrer Pause Klavier spielen - und zwar auf dem von Ermanno Wolf-Ferrari.

Ermanno Wolf-Ferrari (1876-1948) wird sehr gerne mit Ottobrunn in Verbindung gebracht, weil ihm das Kulturzentrum dort gewidmet ist. Dabei hat der berühmte deutsch-italienische Komponist lange Zeit in der Gemeinde Hohenbrunn gewohnt. 1915 zog er nach Riemerling, in die Waldkolonie „Ottohain“. Dort bewohnte er, mit Unterbrechungen, bis 1927 eine sehr repräsentative Villa am Nornenweg, die mittlerweile unter Denkmalschutz steht.

Das Klavier hat von dort über Umwege wieder Einzug ins Hohenbrunner Rathaus gefunden. Schon unter Bürgermeister Franz Zannoth (parteilos) erhielt die Gemeinde Hohenbrunn das Klavier Wolf-Ferraris von Solveig Roth. Die Hohenbrunnerin verfügte in ihrer Schenkung, dass die Gemeinde das Klavier weder veräußern noch verschenken darf. Außerdem muss das Instrument stets in Räumen der Gemeinde stehen.

Die Schenkungsurkunde trägt als Datum den 10. September 1996. Der Großvater von Roth und der Kirchenmaler Anton Niedermaier kannten Ermanno Wolf-Ferrari persönlich. So kam vermutlich das Klavier in den Rothschen Besitz.

Und ins Hohenbrunner Rathaus. Länger stand es im früheren Trauungszimmer, doch es blieb nicht ohne Schäden. Als dieses Zimmer wegen der Barrierefreiheit ins Parterre verlegt wurde, kam das Klavier in den Bauhof. Dort ist es nunmehr aus seinem zehnjährigen Dornröschenschlaf herausgeholt worden. 

Auf Kosten der Kommune wurde das gute Stück restauriert. Rund 3000 Euro haben die erhaltenden Maßnahmen gekostet. Das Erinnerungsstück an Wolf-Ferrari hat nun seinen Platz im ersten Obergeschoss des Rathauses gefunden, vor dem Büro der Geschäftsleitung und des Bürgermeisters. 

Geschäftsleiter Thomas Wien betont, dass das Klavier nicht verschlossen – und damit jedem zugänglich ist, der mit den Klaviertasten umzugehen kann. Den Standort weiß auch die Rathaus-Belegschaft zu schätzen: „In der Mittagspause oder auch am Freitagmittag spielen Kollegen darauf. Das ist ein wirklich sehr schöner Nebeneffekt.“ Bewusst sei dies aber nicht für die Öffentlichkeit, sondern zum Proben und Vergnügen der Mitarbeiter im Haus gedacht. Sascha Backhaus vom Bauamt und Kämmerin Nadja Marx spielen gelegentlich Musikstücke. Und wenn Juliana Andrä am Klavier sitzt, zückt ihre Kollegin Elisabeth Puscher die Querflöte.

wjr

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