74.000 Euro fehlen 

Kirchensanierung: Gemeinde springt finanziell ein

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Hohenbrunn – Spendabel: Die Gemeinde zahlt die fehlenden 74.000 Euro für die Sanierung von St. Stephanus. Nicht allen passt das. 

Gegen die Stimmen der Grünen hat der der Haupt- und Finanzausschuss mit deutlicher Mehrheit beschlossen, das defizit zu übernehmen. Die Grünen hätten es lieber gesehen, die Kommune würde nur 30 Prozent des Betrages übernehmen. Diese Variante sehen die gemeindlichen Richtlinien für Zuschüsse vor, aber für Vereine. Es soll kein Unterschied bei der Behandlung gemacht werden, forderte Alfred Rietzler (Grüne). 

Für andere Ausschuss-Mitglieder war es selbstverständlich, einen größeren Beitrag zu leisten. Schließlich handle es sich um das „Wahrzeichen“ am Ort. Und die Kirchenstiftung sei sehr fleißig gewesen, betonte Pauline Miller (Bürgerforum), um durch Spenden einen Beitrag zur Sanierung zu leisten. Es gelte, dieses Engagement zu würdigen. 

Auf exakt 887 639,70 Euro belaufen sich die Gesamtkosten nach aktuellem Stand. Alle Arbeiten sind noch nicht abgeschlossen und bezahlt. Den größten Anteil trägt das Erzbistum München und Freising, voraussichtlich 643 536 Euro. Den Rest – 244 103,72 Euro – muss die Pfarrei zahlen. Die Kirchenstiftung stellt Eigenmittel in Höhe von 55 000 Euro und eine Rücklage von rund 60 000 Euro für den Bau zur Verfügung. Hinzu kommen Spenden über 54 912 Euro, Stand 31. Dezember 2015. Bleiben 74 191,72 Euro offen. 

Vizebürgermeister Benno Maier (CSU) schlug vor, sich den aktuellen Spendenstand zum 30. April einzuholen. Es könnte ja noch Geld eingegangen sein. Dieses soll, sofern vorhanden, berücksichtigt werden. 

Für die Sitzung hatte die Kirchenstiftung detailliert aufgezeigt, wie sich die Kosten zusammensetzen. Vor allem die Zimmererleistungen schlugen mit fast 150 000 Euro stark zu Buche. Beispielsweise, um den Dachstuhl aus 1468 zu stabilisieren. Zudem galt es, den Denkmalschutz zu beachten: Es musste so viel wie möglich von der Substanz erhalten bleiben. Doch auch Dachdecker, Spengler, Baumeister und Kirchenmaler wurden hinzugerufen, um das barocke Gotteshaus zu erhalten. Noch offen sind Arbeiten an der Außenanlage sowie im Pfarrhof.

wjr

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