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Straßmair will Bürgermeister bleiben: „Eine sichere Mehrheit hatte ich noch nie“

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Von: Wolfgang Rotzsche

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Die CSU-Kandidaten für den Gemeinderat 2020: Johann Estendorfer, Hans Galneder, Helga Seybold-Herweg, Marius Wunder, Gitta Keber, Florian Weber, Barbara Rebhan, Anton Fritzmaier, Bürgermeister Stefan Straßmair, Benno Maier, Christine Gerber, Rolf Scherbauer, Silke Rummeling, Nils Timpe, Barbara Geser, Josef Maier, Edeltraud Wende und Martin Irlinger (von links nach rechts). © CSU Hohenbrunn-Riemerling

Einstimmig hat die CSU für die Bürgermeisterwahl am 15. März 2020 wieder Hohenbrunns Rathauschef Stefan Straßmair als Bürgermeisterkandidaten nominiert. Der 48-Jährige ist seit 2006 im Amt. Wir sprachen mit ihm über Bisheriges und Zukünftiges.

- Herr Straßmair, wenn es nach Ihnen und der CSU geht, dann bleiben Sie Bürgermeister von Hohenbrunn. Was bewegt Sie, ein drittes Mal zu kandidieren?

Es ist der Umgang mit Menschen, der mir sehr viel Freude bereitet. Ich bin gerne für unsere Bürger da und arbeite auch sehr gerne mit meinen Mitarbeitern in der Gemeindeverwaltung zusammen. Zudem gibt es zahlreiche Projekte, wie zum Beispiel der Sportcampus, unser Wohn- und Familienprojekt am Hölzl oder auch der Supermarkt für Hohenbrunn, die ich voranbringen möchte.

- Pauline Miller vom Bürgerforum will Sie beerben, eventuell kommen noch andere Gegenkandidaten. Dann haben Sie nicht alles richtig gemacht, oder?

Man kann es nie jedem recht machen. Wer aber mit offenen Augen durch unsere Gemeinde geht oder uns im Rathaus besucht, der kann sehen, dass in unserer Gemeinde vieles sehr gut läuft. Wir stehen insgesamt sehr gut da und können die anstehenden Projekte finanzieren. Wir haben ein gut funktionierendes Gemeindeleben und sind auch im Klima- und Umweltschutz bestens aufgestellt. Wir machen schon sehr viel richtig.

- Große Projekte scheinen ins Stocken gekommen zu sein, beispielsweise die Umgehungsstraße. Ist das Ihre Schuld?

Große Projekte brauchen einen langen Atem. Das gilt umso mehr für die Ortsentwicklung und eine Umgehungsstraße. Hier haben wir im letzten Jahr einen großen Bürgerdialog durchgeführt. In diesem Jahr werden wir eine Rahmenplanung durchführen, die wir dann mit den Bürgern ausführlich abstimmen. Das braucht Zeit, Erfahrung und Durchhaltevermögen.

- Im Gemeinderat gilt die Stimmung nicht als sehr harmonisch. Sie erfahren immer wieder kräftigen Gegenwind. Haben Sie da noch Rückhalt?

Im Gemeinderat kann ich mich auf konstruktive Mehrheiten verlassen. Natürlich wird auch mal heftig gestritten – das ist so in der Demokratie. Letztlich werden aber die meisten Entscheidungen einstimmig oder mit überwiegender Mehrheit getroffen. Von daher ist der Rückhalt im Gemeinderat gegeben.

- Eine Mehrheit im Gemeinderat haben Sie nicht. Die CSU-Fraktion bröckelt. Bürgerentscheide haben für Zwist gesorgt. Was soll 2020 besser werden?

Eine sichere Mehrheit im Gemeinderat hatte ich noch nie. Man muss ständig überzeugen. Bei der nächsten Kommunalwahl trete ich erstmals mit der CSU gemeinsam mit einer Liste an (Seit 1994 wurde der Hohenbrunner Bürgermeister außerhalb der Gemeinderatswahlen gewählt, Anm. d. Red.). Unserem Ortsvorsitzenden, Anton Fritzmaier, ist es gelungen eine ausgezeichnete Liste mit starken Persönlichkeiten zusammenzustellen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass es ab 2020 stabile Mehrheiten in unserer Gemeinde gibt.

- Und was, wenn Sie nicht wiedergewählt werden?

Verlangen Sie darauf bitte keine Antwort von mir! Ich bin von ganzem Herzen Bürgermeister dieser Gemeinde und möchte es auch bleiben.

Im Überblick: Kommunalwahl 2020 – Das sind die Parteien und Kandidaten im Landkreis München

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