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Qual der Wahl: In zwei Wochen müssen die Hohenbrunner den Bürgermeister wählen.

neue Gesichter

Des einen Freud, des andern Leid

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In Hohenbrunn legen die ÜWG-FW, das Bürgerforum und die Grünen zu – SPD und CSU verlieren Sitze.

Hohenbrunn – Das Bündnis von ÜWG-FW und Bürgerforum sowie die Grünen dürfen sich über ein Plus freuen. Sie sind ab Mai mit jeweils fünf anstatt vier Mandatsträgern im Hohenbrunner Gemeinderat vertreten. Als Verlierer der Gemeinderatswahl gehen SPD und CSU hervor. Sie müssen mit je einem Sitz weniger auskommen. Bei der FDP bleibt’s bei einem Sitz.

Bekanntlich ist des einen Freud des anderen Leid. „Im Vergleich zu allen anderen Fraktionen konnten wir mit 5,1 Prozent am stärksten zulegen“, zeigt sich ÜWG-FW-Vorsitzender Karlheinz Vogelsang sichtlich zufrieden. Seine Fraktion stellt mit Pauline Miller die Gegenkandidatin von Stefan Straßmair (CSU). Sollte Miller erste Bürgermeisterin werden, würde Andreas Schlick nachrücken. Der hat, wie sein Mitstreiter Alfred Rietzler, den Sprung in den Gemeinderat nicht mehr geschafft.

drei neue Gesichter bei den Grünen

Bei den Grünen ist Gisela Pfaller nicht mehr angetreten. Deswegen gibt es gleich drei neue Gesichter in der Fraktion. Das Fazit der Grünen – so auf ihrer Homepage zu lesen: „Wir gehen mit den richtigen Ideen und der richtigen Haltung an die Zukunftsaufgaben heran, haben Mut zu Veränderungen und liefern die richtigen Antworten auf die großen Themen von heute. Im Gemeinderat werden wir eine wichtige Kraft für Klimaschutz, moderne Mobilität und sozialen Zusammenhalt sein.“

CSU-Ortsverbandsvorsitzender Anton Fritzmaier ist „mit dem Ausgang der Gemeinderatswahl zufrieden. Unser Gesamtergebnis konnten wir gegenüber den letzten Wahlen leicht steigern.“ Trotzdem hat die CSU nur noch sieben Sitze. Das entspricht bereits dem heutigen Stand, nachdem Franz Braun zur Fraktion ÜWG-FW/Bürgerforum übergetreten ist. Er wurde wiedergewählt.

Katerstimmung bei der SPD

Ein wenig Katerstimmung gibt’s bei der SPD, die nur noch mit Regina Wenzel und Mechthild Heinmüller im Gemeinderat sind. Morten Schweigler hat das Nachsehen. Ortsvereinschef Rudolf Wenzel merkt an, dass der Verlust eines Sitzes natürlich betrübe. Er müsse gleichzeitig aber auch zugestehen, „dass die bisherige gute Arbeit der SPD-Fraktion und die Anstrengungen im Kommunalwahlkampf nicht genügten, um dem gegenwärtigen Trend genügend rationale Argumente entgegenzusetzen.“ Bei der FDP ist überraschend nicht Listenfrontmann Wolfgang Mathis gewählt worden, sondern Petra Schulz-Geßl (zwölf Stimmen mehr wie Mathis). Damit muss Angelika Widholzer, die für den verstorbenen Jimmy Schulz Ende 2019 nachrückte, ihren Platz wieder räumen. Auch Rolf Scherbauer, Edeltraud Wende und Johann Estendorfer (alle CSU) verlieren ihr Mandat. 

Bürgerforum und Grüne gewinnen dazu 

Der Bürgermeister:

Stichwahl zwischen Stefan Straßmair (CSU) und Pauline Miller (Bürgerforum) 

Der Gemeinderat:

CSU: Stefan Straßmair, Anton Fritzmaier, Josef Maier, Benno Maier, Barbara Geser, Helga Seybold, Florian Weber 

Grüne: Anke Lunemann, Martina Kreder-Strugalla, Wolfgang Schmidhuber, Rolf Kersten, Katharina Möschel 

Bürgerforum: Pauline Miller, Peter Berger, Karlheinz Vogelsang, Franz Braun, Manfred Haucke 

SPD: Regina Wenzel, Mechthild Heinmüller

FDP: Petra Schulz-Geßl

Die Ergebnisse

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