+
Ein lebendiges Zentrum am Bahnhof in Hohenbrunn, den die Eisenbahnfreunde im Miniaturformat nachgebaut haben, wünschen sich einige Bürger.  

Wünsche in Hohenbrunn

Neue Ortsmitte am Bahnhof?

  • schließen

Eine neue Ortsmitte können sich einige Hohenbrunner am Bahnhof vorstellen. Und nicht nur das.

Hohenbrunn – Die Einwohner haben viele Ideen, wie sie sich Hohenbrunn in der Zukunft vorstellen und wünschen: Dies zeigte der Themenabend in der „Halle K“. So viel vielfältig die Vorschläge waren, so unterschiedlich fielen sie aus.

Nach dem Auftakt mit rund 200 Interessierten und einem Abend zur Ortsumfahrung mit rund 100 Besuchern geht’s jetzt um die Fragen, wie sich die Hohenbrunner ihre Heimat in den nächsten Jahrzehnten vorstellen. Etwa 60 Personen setzten sich mit der sozialen Infrastruktur, Jugendarbeit und mit dem Gemeindeleben auseinander.

Das größte Interesse zeigten die Bürger für die Entwicklung der Ortsmitte samt Nahversorgung. Ein Thema: die Notwendigkeit eines Vollsortimenters, konkret des Rewe-Markts an der Putzbrunner Straße. Hans Wende plädierte dafür, Hedwig Rietzler hingegen dagegen. Sie verwies darauf, dass es genügend Einkaufsmöglichkeiten rund um Hohenbrunn gebe, die auch mit dem Bus erreichbar sind. Widerspruch kam von mehreren Müttern, die sich darauf beriefen, den Familieneinkauf mit dem Auto erledigen zu müssen.

Auch bezüglich einer möglichen Bebauung westlich des Bahnhofs hätten die Meinungen nicht unterschiedlicher sein können. Sehen die einen eine Chance für eine Belebung des Bahnhofsareals als neue Ortsmitte, so konterte Rietzler, dass sie den Flächenfraß verabscheue. Sie störe sich sowieso daran, wenn durchs Dorf „der Verkehr donnert und lärmt“. Auch die Arbeitsgruppe, die sich mit dem Gemeindeleben beschäftigt hatte, brachte ein, dass das S-Bahnareal ein schöner Marktplatz werden könnte.

Gemeindestadel muss bleiben

Großes Interesse besteht übergreifend daran, die „Halle K“ und den Gemeindestadel zu sanieren, um sie weiterhin fürs Vereinsleben und für Veranstaltungen nutzen zu können. In der Gruppe „soziale Infrastruktur“ wurde zudem der Ruf laut, für ältere Menschen in Hohenbrunn Wohnmöglichkeiten zu schaffen, zum Beispiel in Form eines Mehrgenerationenhauses und mit genossenschaftlichem Wohnbau. Auch in puncto Kinderbetreuung waren die Wünsche groß. Da die Grundschülerzahlen stetig sinken, müsse diesem Trend begegnet werden, rät die Gruppe. Waren es vor zehn Jahren noch über 150 Schüler im Schulhaus Hohenbrunn, so sind es aktuell noch knapp 100. 

„Stirbst tausend Tode“

Und bei der Verkehrssicherheit müsse ebenfalls etwas geschehen, vor allem für die Jüngsten in der Gemeinde, insbesondere an der B 471. „Wenn du dein Kind allein durchs Dorf schickst, stirbst du tausend Tode“, sagte eine Mutter. Es bräuchte auch vernünftige und sichere Radwege für Schüler, etwa am Bahnübergang an der Kirchstockacher Straße. 

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Sauerlacher Kita wird erweitert: Mehr Platz für Krippenkinder
In Sauerlach werden die Krippenplätze knapp. Abhilfe soll der Anbau eines Krippentraktes an die Kindertagesstätte „Sternschnuppe“ schaffen. Rund 1,5 Millionen Euro würde …
Sauerlacher Kita wird erweitert: Mehr Platz für Krippenkinder
Jugendliche bei Geburtstagsfeier geschlagen und ausgeraubt
Eine Geburtstagsfeier im Ortspark von Unterhaching ist am Samstag eskaliert. Eine Gruppe Jugendlicher ist plötzlich auf die Feiernden losgegangen. Die Polizei hat die …
Jugendliche bei Geburtstagsfeier geschlagen und ausgeraubt
Riemerlinger Hallenbad endlich wieder offen
Den Mitgliedern des Schwimmvereins „Riemerlinger Haie“ fällt ein großer Stein vom Herzen, denn endlich hat das Hallenbad wieder offen.
Riemerlinger Hallenbad endlich wieder offen
Bürgermeisterin Tausendfreund: „Pullach braucht Wohnraum für Normalverdiener“
Viel wurde gestritten in den vergangenen Monaten über das rund 8,2 Millionen Euro teure Wohnbauprojekt an der Heilmannstraße in Pullach. 22 kommunal geförderten …
Bürgermeisterin Tausendfreund: „Pullach braucht Wohnraum für Normalverdiener“

Kommentare