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Neue Dienststelle: Voraussichtlich im August 2018 wird die Polizeiinspektion Ottobrunn in das schwarz-gelbe Haus am Haidgraben 1b neben dem VHS-Gebäude ziehen. 

 Inspektion zieht zurück nach Ottobunn

Polizei verlässt Riemerling

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Die Polizei-Inspektion Ottobrunn zieht weg aus Riemerling. Sie geht zurück nach Ottobrunn - und zwar nicht nur wegen des Namens.

Ottobrunn/Hohenbrunn – Die Polizeiinspektion 28 in Ottobrunn kehrt in den Ort zurück, den sie im Namen trägt. Nachdem die Dienststelle vor gut 30 Jahren nach Riemerling gezogen war, wird sie nun wieder nach Ottobrunn ziehen – und zwar zum Haidgraben 1b, zwischen VHS und Musikschule auf der einen und dem Zweckverband München-Südost auf der anderen Seite. Als Termin für den Umzug ist der Spätsommer 2018 anvisiert.

Da die aktuellen Räume an der Robert-Bosch-Straße im Riemerlinger Gewerbegebiet zu klein für die Anforderungen moderner Polizeiarbeit geworden sind, habe man sich schon länger nach einem neuen Standort umgesehen, sagt Inspektionsleiter Armin Ganserer. Überlegungen, ein Grundstück zu kaufen und dort zu bauen, seien an mangelnden Angeboten gescheitert. Und so habe die zuständige Immobilien Freistaat Bayern eine Ausschreibung gestartet, die zwei Mietangebote zutage brachte. Erstens das Gebäude in Riemerling, in dem die Polizei derzeit nur einen Teil gepachtet hat. Zweitens die Immobilie am Haidgraben, wo zuletzt die Firma Abus Seccor residierte.

„Ich bin sehr froh, dass es Ottobrunn geworden ist“, sagt Ganserer. Nicht nur erwarten die Polizei dort modernere Arbeitsplätze und eine modernere Infrastruktur. Das Haus werde auch barrierefrei und insgesamt besser erreichbar für die Bürger sein. „Da gibt es die Buslinie vorne an der Rosenheimer Landstraße, außerdem sind wir neben dem Zweckverband, und das Isar-Center ist gleich um die Ecke. Ich denke, das ist eine interessantere Ecke als unser aktueller Standort.“ Zudem könnten die Beamten im Einsatzfall von dort schneller ausrücken: „Im Riemerling sind wir mitten in einer Tempo-30-Zone und auf zwei Seiten vom Wohngebiet umgeben.“

Die Inspektion 28 hat zurzeit eine tatsächlich verfügbare Personalstärke von 44 Beamten. Ihr Dienstbereich ist der größte aller Inspektionen im Polizeipräsidium München und umfasst die sieben Gemeinden Ottobrunn, Neubiberg, Putzbrunn, Hohenbrunn, Höhenkirchen-Siegertsbrunn, Brunnthal und Aying, in denen insgesamt 72 000 Menschen wohnen.

Ab 1961 und bis 1985 befand sich die Dienststelle an der Kreuzung von Robert-Koch-Straße und Rosenheimer Landstraße in Ottobrunn. Dann zog die Polizei ins Riemerlinger Gewerbegebiet um; nun geht es also zurück nach Ottobrunn – nach aktuellen Stand werde man etwa im August 2018 umziehen, sagt Ganserer.

„Wir freuen uns sehr, dass die Polizei wieder wirklich ottobrunnerisch wird“, sagte Bürgermeister Thomas Loderer (CSU) bei der Bürgerversammlung im Wolf-Ferrari-Haus. Dort wurde die Nachricht von den rund 100 Anwesenden mit Erstaunen und Freude aufgenommen. Überrascht sind auch einige Mitarbeiter im Hohenbrunner Rathaus – nicht jedoch Bürgermeister Stefan Straßmair (CSU): „Herr Ganserer hat vor zwei Wochen angerufen und mir gesagt, dass die Polizei umziehen wird. Er hat mich jedoch gebeten, diese Nachricht bis zur Bürgerversammlung in Ottobrunn für mich zu behalten.“

Der Hohenbrunner Rathauschef bedauert den Wegzug nicht, wie er sagt. „Ich sehe eher die Vorteile für unsere Bürger, wenn wir in Ottobrunn eine moderne Inspektion bekommen.“ Womöglich werde sich der eine oder andere in Riemerling subjektiv nicht mehr so sicher fühlen, räumt Straßmair an. „Aber objektiv betrachtet ändert sich an der Sicherheitslage in unserer Gemeinde überhaupt nichts. Außerdem bleibt die Inspektion in unserer Nähe.

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