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Nur noch die Gerippe der drei Busse sind nach dem Brand übrig geblieben. 

500 000 Euro Schaden bei Riemerlinger Firma

Busbrand hätte viel schlimmer enden können

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Ein Tag nach dem Busbrand sitzt der Schreck beim Verkehrsunternehmen Gruber in Riemerling noch tief. Doch es hätte noch weitaus schlimmer ausgehen können, sagt Geschäftsführer Horst Tusch.

Riemerling – Horst Tusch hat sich die Videoaufnahmen der Überwachungskamera angesehen – zumindest bis zu jener Stelle, als das Gerät wegen der Hitze seinen Geist aufgab. „Am Anfang hat es nur ein bisschen geraucht, ganz vorne im Bus“, erzählt der Geschäftsführer des Verkehrsunternehmens Gruber aus Ottobrunn. „Doch danach ging alles wahnsinnig schnell. Ich hätte nie gedacht, dass so etwas so brennen kann.“

Horst Tusch meint damit jenen Gelenkbus seiner Firma, der auf dem Betriebshof in der Robert-Bosch-Straße im Riemerlinger Gewerbegebiet abgestellt war, unmittelbar neben der Ottobrunner Polizeidirektion. Das Fahrzeug war, wie berichtet, am frühen Donnerstagabend in Brand geraten, „mit hoher Wahrscheinlichkeit durch einen technischen Defekt“, so die Polizei. In der Folge sprang das Feuer auf zwei weitere Gelenkbusse über, die unmittelbar daneben abgestellt waren – alle drei Fahrzeuge brannten komplett aus. Der Schaden beläuft sich Polizeiangaben zufolge auf mindestens 500 000 Euro.

Die Rauchsäule hat man sogar von der Autobahn A8 aus sehen können.

„Wir waren auch überrascht, wie schnell das gegangen ist“, sagt Robert Paul, Feuerwehrkommandant aus Hohenbrunn, der die Löscharbeiten der etwa 60 Einsatzkräfte aus Hohenbrunn und Ottobrunn koordinierte. Gegen 17.25 Uhr habe ein Mitarbeiter der Firma den Rauch im vorderen Teil des rund zwanzig Meter langen Busses entdeckt, heißt es im Polizeibericht. Der Mann habe noch versucht, den Brand mit einem Feuerlöscher zu bekämpfen – doch vergeblich. Als nur zehn Minuten später die Feuerwehr eintraf, standen nicht nur der eine sondern auch zwei weitere Gelenkbusse lichterloh in Flammen. „Für uns ging es dann vor allem darum zu verhindern, dass das Feuer auf die angrenzenden Gebäude übergreift“, erklärt Robert Paul.

Dies gelang der Feuerwehr – und auch deshalb spricht Gruber-Geschäftsführer Horst Tusch tags darauf davon, dass seine Firma „mit einem blauen Auge davon gekommen“ ist. „Es hätte weit schlimmer ausgehen können, wenn auch die Firmengebäude in Brand geraten wären.“ Überdies sei der Zeitpunkt des Ausbruchs glücklich gewesen, wenn man so will. „Denn nachts hätte man das Feuer sicher nicht so schnell bemerkt“, sagt Horst Tusch. „Und es wären auch viel mehr Busse auf dem Parkplatz gestanden.“

Drei Busse gehen in Flammen auf - das könnte der Grund gewesen sein

Das Fahrzeug, in dem das Feuer im Bereich der Fahrkartenausgabe ausgebrochen war, stand bereits seit Längerem auf dem Gelände. Von daher geht der Firmenchef davon aus, dass ein Kurzschluss für das Feuer verantwortlich war. „Das hört man ja immer wieder – auch bei Autos“, sagt Horst Tusch. Er selbst sei am Donnerstag umgehend zum Betriebshof geeilt, habe dann aber tatenlos mit ansehen müssen, wie die Gelenkbusse ausbrannten. Ob die Versicherung den Schaden übernimmt? „Da sind wir gerade am verhandeln“, sagt Tusch.

Derweil ging am Donnerstag eine ganze Serie von Notrufen bei der Leitstelle ein – „das waren mindestens 30“, sagt Hohenbrunns Feuerwehrkommandant Robert Paul. Der Grund: Über dem Betriebshof stieg eine gewaltige schwarze Rauchsäule in den Himmel empor, die sogar von der Autobahn deutlich zu erkennen war. „In den Bussen befanden sich Kunststoffteile, dazu die Sitze und Polsterungen“, erklärt der Feuerwehrchef. „Die sind schwarz abgebrannt, sodass sich dunkler Rauche entwickelt hat.“

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