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Knackpunkt: Der Ausbau der Bahnunterführung wird kommen. Die Grünen-G emeinderäte wollen, dass es für alle Beteiligteun eine verträgliche Lösung gibt.

Der Schwerlast-Verkehr muss raus

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Wohin mit dem Verkehr in Hohenbrunn? Für die Grünen steht außer Frage, dass eine Lösung für die Luitpoldstraße her muss.

Hohenbrunn –Die Gemeinderäte Martina Kreder-Strugalla und Wolfgang Schmidhuber positionierten sich im Pressegespräch mit dem Münchner Merkur eindeutig für diesen Schritt, um den Lkw-Verkehr aus dem Ort Hohenbrunn weg zu bekommen. Sie plädieren dafür, dass bei den Umgehungsstraßenvarianten die Luitpoldstraße doch weiterverfolgt werden muss.

Für die Betroffenen in der Luitpoldstraße muss ein aktiver Lärmschutz verfolgt werden. Schmidhuber: „Passiver Lärmschutz, etwa durch andere Fenster zur Luitpoldstraße, reicht nicht aus.“ Kreder-Strugalla betonte, dass sich auch die Grünen zu einer solchen Stellungnahme durchringen mussten. „Wir haben alle Punkte abgewogen. Dabei ging es uns unter anderem um die Kosten, den Grunderwerb, den Natur- und Landschaftsschutz und um Rodungen.“ Seit 22 Jahren werde über eine Umgehungsstraße diskutiert. Seit 2012 gab es fünf Klausuren im Gemeinderat.

Jetzt sollen sich die Bürger in einem Workshop damit auseinandersetzen. Im Gespräch seien ortsnahe Trassen, die auch eine Bebauung westlich der Bahnlinie vorsieht. Daran vorbei könnte eine Umgehung verlaufen. Doch die sei nur sinnvoll, wenn sie nach Norden weitergeführt wird, finden die Grünen. Das Verfahren dürfte sich als langwierig erweisen. Der Tenor lautet, den (Schwerlast)-Verkehr aus dem Ort herauszubekommen. Würde dieser über die Luitpoldstraße auf die Rosenheimer Landstraße abgeleitet, wäre das ein Anfang.

Für die Grünen wäre eine Tieferlegung, wie sie jüngst im Gemeinderat vorgestellt worden ist (wir berichteten), überlegenswert. „Wir hätten hier sicherlich eine Entlastungswirkung“, sagte Kreder-Strugalla.

Knackpunkt ist die Bahnunterführung. Höhenkirchen wünscht sich einen Ausbau, damit hier auch Lkw durchkommen. Zuständig ist der Landkreis, weil es sich um eine Kreisstraße handelt. Schmidhuber: „Der Ausbau kommt, entweder auf Initiative der Nachbargemeinde oder durch die Bahn, weil die Unterführung hergerichtet werden muss. Und dann haben wir hier mehr Verkehr“, erklären die Grünen. Dass hier noch viel Überzeugungsarbeit notwendig ist, wissen beide. Bei einer Entlastungslösung gäbe es nicht nur Gewinner. Aber es dürfe auch keine Verlierer geben.

Die Auftaktveranstaltung

zum Bürgerdialog „Info-Markt – Ortsumfahrung und Ortsentwicklung“ findet am Donnerstag 28. Juni, ab 19 Uhr in der Grundschule Hohenbrunn statt. Zu einem Vortrag mit Diskussion laden die Grünen am 20. Juni um 19.30 Uhr in den Alter Wirt Hohenbrunn ein. Markus Büchler, Verkehrsexperte der Grünen im Landkreis, und Grüne des Ortsverbandes werden ihre Vorschläge zum Verkehr in Hohenbrunn und in der Region vorbringen.

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