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Streitobjekt: Neubau der Mittelschule in Riemerling

Hohenbrunn - Auf wenig Begeisterung gestoßen sind die Pläne für den Neubau der Carl-Steinmeier-Mittelschule in Riemerling. Anwohner und Gemeinderatsmitglieder sind unzufrieden und üben scharfe Kritik an Hohenbrunns Bügermeister Stefan Straßmair (CSU), der auch Leiter des Schulverbands ist. Doch trotz aller Ablehnung: Die Verantwortlichen sind zuversichtlich, dass im September 2018 der Unterricht an der neuen Schule beginnen kann.

Die Kritik war deutlich an diesem Abend: Anwohner Günter Dorl etwa sieht keine Chance, den Zeitplan einzuhalten: „Das schaffen Sie nie!“ Er fühle sich „vor den Kopf gestoßen“, weil der Entwurf nichts mit den Darstellungen des neuen Schulhauses zu tun habe, wie im Vorfeld zum Bürgerentscheid gezeigt worden waren. Beim Bürgerentscheid war es, wie berichtet, um die Standortfrage gegangen. Zu entscheiden war, ob die Mittelschule auf der Sportfläche errichtet werden soll oder an ihrem bisherigen Standort.

Dorls Meinung, die Vorgehensweise grenze an Täuschung, wies Straßmair zurück: „Es wurde über den Standort abgestimmt. In einer Machbarkeitsstudie wurden sechs Varianten präsentiert. Nun haben die Planer einen Entwurf ausgearbeitet, der im Februar vom Schulverband gebilligt werden soll.“

Günter Dorl meldete sich mehrmals zu Wort und fragte unter anderem auch nach einem Sicherheitskonzept. Dies sei Bestandteil der Planung, versicherten die Verantwortlichen. Dorl traut der Gemeinde nicht zu, dass sie die Lage in den Griff bekommt. Das gilt in seinen Augen auch für ein funktionierendes Verkehrskonzept. Denn die Anwohner fürchten bereits während der Bauzeit eine Zunahme des Verkehrs, sorgen sich, unzählige Laster könnten direkt durch das Wohngebiet zur Baustelle fahren. Von bis zu 2500 Fahrzeugen war die Rede - und davon, dass der Straßenbelag leide. Sofern diese Zahl stimme, sagte Straßmair, sei das genau die Zahl der Fahrzeuge, die jede Woche in der Dorfstraße in Hohenbrunn gezählt werde: „Das halten Straßen aus.“ Sollten Schäden entstehen, müsse dafür der Verursacher aufkommen, also nicht die Anwohner.

Die so umstrittene Planung zeigt ein Gebäude, das von oben einer Acht ähnelt, und nur ein Obergeschoss hat. Christina Rapp vom Architekturbüro „Baurconsult Architekten Ingenieure“ sagte, die Planung füge sich gut in die Entwicklung eines Campus ein. Im Untergeschoss, das durch Abgrabungen und zwei Lichthöfe belichtet wird, könnten die Fachräume untergebracht werden. Die Mehrheit der Klassenzimmer - 22 sind schulaufsichtlich genehmigt - würde im ersten Obergeschoss Platz finden. Von Südwesten, also über die Georg-Kerschensteiner-Straße, soll das Schulhaus erschlossen werden. Rapp betonte, der Entwurf sei in enger Zusammenarbeit mit der Schulleitung, „mit den Nutzern“ und der Bauherrenschaft abgestimmt worden.

Kritik gab es trotzdem: Gemeinderätin Ingrid Pfaller (Grüne) bemängelte, für 600 Schüler sei nicht genügend Platz. Schulrektor Karl Spreng widersprach ihr. Derzeit habe die Mittelschule 19 Klassen und 390 Schüler. Maximal könne von 450 Schülern ausgegangen werden. Für sie reiche der Pausenplatz aus. Und sein Stellvertreter, Martin Förster, ergänzte, dass für die Pause der Innenhof, Teile des Erdgeschosses und der Außenbereich genutzt werden könnten. „Die Planung ist schon durchdacht“, resümierte Förster. Aus Sicht der Schule seien immer mehr Freiflächen wünschenswert, aber dies sei nicht möglich. Auf die Frage Pfallers, warum nicht an ein höheres Schulgebäude gedacht worden sei, erwiderte Rapp, dass die vorgeschlagene Lösung die beste gewesen sei. Wolfgang Rotzsche

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