Martina Kreder-Strugalla , Grünen Gemeinderätin Hohenbrunn
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Martina Kreder-Strugalla: Ihrem Antrag auf Niederlegung ihres Amtes als Gemeinderatsmitglied kam der Gemeinderat nach.

Martina Kreder-Strugalla hört auf

Treibende Kraft bei den Grünen verlässt den Gemeinderat

  • Wolfgang Rotzsche
    vonWolfgang Rotzsche
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Das Gesicht der Hohenbrunner Grünen verlässt den Gemeinderat: Martina Kreder-Strugalla hört auf eigenen Wunsch und aus persönlichen Gründen auf.

Hohenbrunn – Nein, „Everybody’s Darling“ wollte Martina Kreder-Strugalla nie sein. Das sagte sie auch in der vergangenen Gemeinderatssitzung in der Hohenbrunner Schulturnhalle. Und gab hier ihren vorzeitigen Abschied. Nach 18 Jahren und neun Monaten verlässt die 66-Jährige die politische Bühne der Kommunalpolitik. Auf eigenen Wunsch. Und aus persönlichen Gründen, die sie „öffentlich nicht ausbreiten“ möchte.

Zweitbestes Ergebnis bei der Kommunalwahl nach der CSU

Sang- und klanglos verließ Kreder-Strugalla dann doch nicht das Parkett. In einer kurzen Rede zog die Grünenpolitikerin ihr eigenes Resümee und betonte, dass ihr ihre Entscheidung nicht leicht gefallen sei. „Ich werfe nicht einfach das Handtuch“, betonte die Riemerlingerin. Auch sei es nicht ihr Ziel gewesen, bei den Kommunalwahlen im März 2020 einfach nur Stimmen zu sammeln und dann vorzeitig aufzuhören. Zur Erinnerung: Die Grünen fuhren in Hohenbrunn nach der CSU das zweitbeste Ergebnis ein; Kreder-Strugalla kam auf der Parteiliste auf Platz 2. 2002 zog sie erstmals in den Gemeinderat ein, damals als Parteilose. Seit Jahresanfang 2013 ist sie Mitglied bei den Grünen und seit Juli 2013 Co-Vorsitzende des Ortsverbandes Hohenbrunn. Diese Funktion werde sie auch weiter ausüben.

Wichtigste Aufgabe Bürgervertretung

Ihre Tätigkeit im Gemeinderat habe sich einerseits stets an der Gemeindeordnung orientiert und andererseits immer „am grünen Kompass“, so Kreder-Strugalla. Als wichtigste Aufgaben sieht sie die Bürgervertretung und die Überwachung der Gemeindeverwaltung an. Sie selbst wollte sich nie an Mehrheiten anlehnen, sondern stets ihre Meinung vertreten. Dass sie damit auch aneckte, war ihr stets bewusst.

Viel bewegt und grüne Themen umgesetzt

Kreder-Strugallas Kollege Wolfgang Schmidhuber bezeichnete die Scheidende als die treibende Kraft bei den Grünen: „Du hast deutliche Spuren hinterlassen.“ Sie könne auf viele Ideen stolz sein, die ihr zugeschrieben werden können und realisiert worden sind, beispielsweise die Initiierung des Senioren- und des Behindertenbeirats. Auch grüne Themen konnten umgesetzt werden, gerade in Hinblick auf den Klimaschutz. Unbestritten sei, dass Martina Kreder-Strugalla „eine der Fleißigsten“ gewesen sei. Mit Akribie durchforstete sie die Akten und Unterlagen für Sitzungen. Kreder-Strugalla ließ das Gremium wissen, dass sie weiterhin „an der politischen Diskussion teilnehmen“ wird.

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