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Pläne für einen Umbau des S-Bahnhofs in Hohenbrunn werden konkreter.

Umbaupläne für S-Bahnhof Hohenbrunn 

Wichtiger Schritt Richtung Barrierefreiheit

  • Wolfgang Rotzsche
    vonWolfgang Rotzsche
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Langer Weg: Zögerlich kommt nun Bewegung in die Umbaupläne für den Hohenbrunner S-Bahnhof.

Schon mehrmals wurde über das jahrelange, wenn nicht sogar jahrzehntelange Vorhaben der Kommune berichtet, am Hohenbrunner S-Bahnhof Barrierefreiheit zu schaffen. Vom Bauausschuss gab es grünes Licht, einen diesbezüglichen Planungsvertrag mit der Deutschen Bahn (DB) abschließen zu dürfen. Dieser ist fertig und kann von Bürgermeister Stefan Straßmair (CSU) unterzeichnet werden. Der Vertrag ermöglicht die erste Kostenplanung. Hierfür sind im Hohenbrunner Haushalt heuer maximal 180 000 Euro eingestellt. Der Auftragswert ist auf diesen Betrag gedeckelt. 

Rahmenterminplan fehlt noch

Als Planer kommt laut Bautechniker Mario Illigen wohl ein bahneigenes Team zum Zuge. Was noch nicht auf dem Tisch liegt, ist ein Rahmenterminplan. Der soll, so die DB, nachgereicht werden. Den will aber der Ausschuss miteingetütet haben, um einen gewissen Druck auf die DB zu haben. Deswegen soll Straßmair erst dann den Stift zücken dürfen, wenn der Terminplan vorliegt. Illigen vertritt die Meinung, dass bis Mitte 2021 die Zahlen für die Kosten eines Umbaus mit einer oder sogar zwei Varianten vorliegen könnten. „Da schwingt bei der Bahn immer ein Stück Hoffnung mit“, merkte Straßmair an. „Wir haben wenig Möglichkeit, auf sie einzuwirken.“ Anton Fritzmaier (CSU) stellte fest: „Bei der Bahn mahlen die Mühlen langsam.“ 

Rücksicht auf weitere Bebauung

Das war aber nicht die einzige Sorge im Ausschuss. Wolfgang Schmidhuber (Grüne) hob heraus, dass der Umbau des Hohenbrunner Bahnhofs auch im Zusammenhang mit der Bebauung westlich der Bahn gesehen werden müsse. Es handle sich um „ein verbindliches Element“. Deswegen müsse der Gemeinderat eine Grundidee entwickeln, wie beides zusammenpasse. Das solle daher auch der gesamte Gemeinderat diskutieren. Straßmair erwiderte, dass der Bauausschuss den halben Gemeinderat abbilde. In einem kleinen Gremium könne darüber effektiver gesprochen werden. 

Manfred Haucke (Bürgerforum) warnte vor Fehlplanungen. Schmidhuber erinnerte an die Zweigleisigkeit auf der S-Bahnstrecke. Die müsse unbedingt im Auge behalten werden, gerade in der Planung. „Die wird nicht an uns vorbeigehen“, versicherte der Rathauschef, der jüngst mit Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (CSU) darüber und einen möglichen Zeithorizont gesprochen habe.

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