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Wegen Luitpoldstraße: Hohenbrunn droht Höhenkirchen mit Rechtsstreit

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Von: Wolfgang Rotzsche, Stefan Weinzierl

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Zwischen Hohenbrunns Bürgermeister Stefan Straßmair und Höhenkirchen-Siegertsbrunns Rathaschefin Ursula Meyer gewittert es. Anlass ist der geplante Ausbau der Luitpoldstraße.

Hohenbrunn/Höhenkirchen-Siegertsbrunn – Hohenbrunns Bürgermeister Stefan Straßmair (CSU) zeigt sich irritiert über die Ausführungen seiner Amtskollegin Ursula Mayer (CSU) aus Höhenkirchen-Siegertsbrunn zum Thema „Ausbau der Luitpoldstraße“. „Wir saßen diesbezüglich gemeinsam bei Landrat Christoph Göbel“, sagt Straßmair, der über Mayers Vorstoß alles andere als begeistert ist. So ein Vorpreschen sei nicht besprochen worden. „Ich finde es schade, dass man sich nicht an das hält, was wir dazu vereinbart haben.“

Wie berichtet, hatte Mayer im Rahmen der Bürgerversammlung in Höhenkirchen mitgeteilt, dass ihre Gemeinde mit dem Gedanken spiele, den Ausbau der S-Bahn-Unterführung an der Luitpoldstraße in Absprache mit der Deutschen Bahn auf eigene Kosten voranzutreiben. Die Kreisstraße befindet sich auf Flur der Gemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn, verläuft aber direkt entlang der Hohenbrunner Luitpoldsiedlung. Aus diesem Grund steht Hohenbrunn dem Ausbau von Straße und Unterführung skeptisch gegenüber, auch der Landkreis hat bislang keine Anstalten gemacht, dem Wunsch der Gemeinde Höhenkirchen-Siegertsbrunn nachzukommen.

Straßmair betont, dass er sich vor die Bürger seiner Gemeinde stelle – in diesem Fall vor die Anwohner der Luitpoldstraße und der Luitpoldsiedlung. „Mir liegt der Schutz unserer Bürger am Herzen“, sagt er. Sollte hier das Bestreben der Nachbargemeinde weitergehen, werde r mit allen Mitteln den bestmöglichen Lärmschutz für die Luitpoldsiedlung einfordern. Es wäre schade, wenn man diesbezüglich gar die Gerichte bemühen müsste, so Straßmair. Hohenbrunn gehe nun die Dorfentwicklung an, die auch Lösungen für die Luitpoldsiedlung vorsieht. „Wir bräuchten halt Zeit für die Planung“, so Straßmair.

Mayer wiederum betont, dass das von Straßmair erwähnte Treffen mit dem Landrat bereits zwei Jahre zurückliege. „Das war ein rein informatives Gespräch, bei dem jeder seine unterschiedlichen Standpunkte vertreten hat“, erzählt Mayer. Eine Vereinbarung zur Luitpoldstraße habe es damals nicht gegeben. Auch der Kontakt mit der Bahn würde bereits länger zurückliegen. Zwar gebe es tatsächlich die Möglichkeit, den Ausbau der Unterführung auf Kosten ihrer Gemeinde vorzuziehen, das könne Höhenkirchen-Siegertsbrunn aber nicht im Alleingang forcieren, stellt Mayer klar. „Dazu braucht es grünes Licht vom Landkreis.“ Sie habe deshalb im Rahmen der Bürgerversammlung an den Landkreis appelliert, diesen Schritt zu wagen. 

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