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Er war betrunken

Hund angefahren: Herrchen randaliert und beleidigt Polizisten

Grünwald - Nachdem sein Hund vor ein Auto gelaufen war, ist ein 48-Jähriger in Grünwald komplett ausgerastet. Er demolierte das Fahrzeug und beleidigt die herbeigerufenen Polizisten.

Es ist einer der Schreckmomente eines jeden Autofahrers: Wie aus dem Nichts läuft einem ein Hund vors Auto, Zeit zum Bremsen bleibt nicht mehr. Auch der BMW eines 45-Jährigen kam am Mittwochabend erst zum Stehen, als er den Hund auf der Tölzer Straße in Grünwald schon erwischt hatte. Der Vierbeiner war nicht angeleint, seinem Herrchen beim Gassigehen vorausgelaufen und auf die Straße gesprungen. Schlimm genug. Welchen Ärger sich der Autofahrer damit allerdings unverschuldet eingehandelt hat, konnte er zu diesem Zeitpunkt noch nicht erahnen.

Denn gerade als er aus seinem Fahrzeug aussteigen wollte, um nach dem Hund zu sehen, rannte der Hundebesitzer laut Polizeiangaben wutentbrannt auf den BMW zu und schlug auf die Fahrerscheibe ein. Der BMW-Fahrer schloss sich daraufhin in seinem Fahrzeug ein. Schnell schaukelten sich die Emotionen hoch, eine wilde Diskussion entbrannte. Außer sich vor Wut verbog der 48-jährige Hundebesitzer die Scheibenwischer des BMWs und trat gegen eine Fensterscheibe.

Schließlich hatte der 45-jährige Autofahrer genug gehört und fuhr weg, um eine Eskalation des Streits und weitere Schäden an seinem Auto zu vermeiden. Bevor das Auto jedoch außer Reichweite war, trat der Hundebesitzer noch gegen den hinteren Kotflügel des BMWs, der dadurch eingedellt wurde. Der Autofahrer fuhr daraufhin zur nahegelegenen Polizeiinspektion in Grünwald, um den Vorfall anzuzeigen.

Als eine Polizeistreife am Unfallort auf der Tölzer Straße ankam, trafen die Beamten dort allerdings nur die Lebensgefährtin des Hundebesitzers an. Dieser war nach Hause geradelt, um sein Auto zu holen und den Hund anschließend in eine Tierklinik zu bringen. Minuten später kam dann aber auch der 48-Jährige an den Unfallort zurück, um Hund und Frau aufzusammeln.

Dabei stellten die Polizisten fest, dass der Mann nach Alkohol roch. Ein Atemalkoholtest ergab: Der Hundebesitzer hatte über 1,5 Promille. Nachdem er mit dem Auto gekommen war, musste er seinen Führerschein sofort abgeben und auch eine Blutentnahme im Institut für Rechtsmedizin bleib dem 48-Jährigen nicht erspart. Auf den Weg dorthin versuchte der Mann dann allerdings, aus dem Streifenwagen zu flüchten, was die Beamten aber noch rechtzeitig verhindern konnten.

Und auch bei der Sachbearbeitung gab der Mann keine Ruhe, wurde zunehmend aggressiver und beschimpfte die Beamten unter anderem als "Nazis". Der 48-Jährige muss sich nun wegen diverser Straftaten verantworten. Wie es seinem Hund geht, ist derweil nicht bekannt. Die Lebensgefährtin des randalierenden Hundesbesitzers hat den Vierbeiner in eine Tierklinik gebracht.

fp

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