Hunderte Tonnen Salz lagern in den Bauhöfen

- Hiesige Kommunen bestens für einen Wintereinbruch gerüstet

VON ULRICH LOBINGER Bislang sind die Landkreis-Gemeinden vom Wintereinbruch verschont geblieben, die ersten Schneeflocken haben aber im Oktober bereits einen Vorgeschmack auf die weiße Jahreszeit gegeben. Auch wenn der Wetterbericht für die kommenden Tage mildes Wetter prophezeit sind die Bauhöfe bereits seit Wochen auf Schnee, Eis und Glätte eingestellt. "Unsere Lager sind bis zum Rand mit Salz und Streugut gefüllt, und auch die Räumfahrzeuge sind einsatzfähig", heißt es unisono aus den Bauhöfen im Landkreis.

Es ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, mit der Simon Röckl und Dieter Weber abwechselnd jede Nacht betraut sind. Einmal vergessen, den Wecker zu stellen, oder schlichtweg verschlafen - und Taufkirchen könnte im Chaos versinken! "Einer von uns sieht im Winter täglich um 3.30 Morgens aus dem Fenster und prüft, ob es geschneit hat oder glatt ist", erzählt Bauhofleiter Röckl. "Ist das der Fall, dann werden die Kollegen alarmiert und wir rücken zum Räumen aus." Zwischen November und März teilen sich alle neun Mitarbeiter des Bauhofs die morgendliche Arbeit. "Wir sind in zwei Schichten aufgeteilt, so dass wir abwechselnd Nachts raus müssen", erzählt Röckl von seinem kalten und oftmals unangenehmen Job. Da die Räumarbeiten der 20 000 Einwohner großen Gemeinde nicht allein von den Arbeitern des Bauhofs geschultert werden können, engagierte die Gemeinde zwei Firmen zur Unterstützung. Über 100 Tonnen Salz werden Röckl und seine Kollegen auch diesen Winter wieder auf den Straßen Taufkirchens verstreuen.

Verärgerung über unfreundliche Anwohner

Ebenso viel Streugut wartet seit einem Monat auch im Bauhof Schäftlarn auf seinen Einsatz. "Wir füllen damit auch die Streugutbehälter, aus denen sich die Bürger bedienen dürfen", erklärt Georg Reindl, Leiter des Schäftlarner Bauhofs. Hier hat diese Woche der Schichtdienst begonnen. "Wir haben die selbe Regelung wie in Taufkirchen. Bei uns stehen abwechselnd drei Leute auf, um nach dem Wetter zu sehen", so Reindl. Bei unsicherer Wetterlage komme es durchaus vor, dass auch Kontrollfahrten nötig seien. "Es passiert schon, dass in Ebenhausen die Straßen schneebedeckt sind, während die Situation in Hohenschäftlarn wieder ganz anders ist. Es ist schon hart, nachts aufzustehen", betont der Leiter des Bauhofs. Die kalte und anstrengende Arbeit würde ihm jedoch nur halb so viel ausmachen, wenn die Menschen ihm zumindest freundlich begegnen würden. "Meistens werden wir angeschnauzt, weil wir einen Schneehaufen zu nah an eine Einfahrt geräumt haben. Dankbarkeit spürt man nie", seufzt Reindl.

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