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Der Landkreis fährt künftig auf E-Busse ab.

Landkreis kehrt auf fünf Linien zu Diesel zurück

Hybrid-Busse überzeugen noch nicht

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Landkreis - Nach durchwachsenen Erfahrungen verabschiedet sich der Landkreis München von der Hybridtechnologie im Nahverkehr. Dem Votum der Kreisräte folgend setzt das Landratsamt künftig auf E-Mobilität.

Die Busse 214, 216, 223, 226 und 244 sollen ab Dezember 2018 wieder mit konventionellem Dieselantrieb ausgeschrieben werden. Allein die Linie 214 würde nach Einschätzung des Fraunhofer Instituts noch als Hybrid- tauglich gelten. Alle fünf MVV-Busse gehören dem Linienbündel „Hachinger Tal“ an. Die Verträge für 214, 216, 223 und 226 laufen im Dezember 2018 aus und müssen neu ausgeschrieben werden. Bus 244 (Taufkirchen, Sauerlach, Brunnthal, Höhenkirchen-Siegertsbrunn) soll gemäß den Bestimmungen des Nahverkehrsplans ab 9. Dezember 2018 neu auf die Strecke gehen. 

Gut zwei Jahre ist es her, da entschied der Kreis, auf umweltschonende, innovative Antriebstechniken zu setzen. 25 Buslinien sollten untersucht werden. Mittelfristig wollte sich das Landratsamt vom Diesel verabschieden.

Diese Aussage gilt noch immer. Hybrid allerdings ist inzwischen ausgenommen. Das schon im Sommer 2011 als Pilotprojekt gestartete Hybrid-Modell endete in diesem Frühjahr mit Bus 220 mehr oder weniger kläglich. Die München-Giesing mit Unterhaching und Taufkirchen verbindende MVV-Linie 220 benötigte Hybrid-angetrieben zwar annähernd ein Viertel weniger Diesel, erwies sich aber als überaus wartungsintensiv. Das Busunternehmen beklagte zudem, dass „das Fahrzeug tendenziell untermotorisiert“ sei, kritisierte Beschleunigung und Schaltverhalten. 

Vor allem, dass Spritpreise seit Jahren auf unerwartet niedrigem Niveau verharren, ließ zuerst die Stadt München die Notbremse ziehen. Ende März kündigte auch der Landkreis an, das Projekt nicht weiter verfolgen zu wollen. 

Was die Linie 214 (Riemerling, Ottobrunn, Hohenbrunn) betrifft, die vom Fraunhofer Institut als nach wie vor Hybrid-tauglich beurteilt wird, empfahl Grünen Verkehrsexperte, Kreisrat Frank Sommer, „einen Fuß in der Tür zu halten“. Die Hybridtechnologie würde weiter entwickelt. Womöglich explodieren die Spritpreise ja doch noch einmal. 

Dem klaren Votum der Kreisräte folgend, setzt das Landratsamt auf E-Mobilität. Im September 2015 hatte der Ausschuss für Mobilität drei der fünf Hachinger-Tal-Linien für eine Untersuchung ausgewählt. Die derzeit laufenden Studien an den Bussen 214, 223, und 226 können bei der nun anstehenden Neuausschreibung des Linienbündels aber nicht berücksichtigt werden. 

Von den insgesamt 25 MVV-Regionalbussen, die in Bezug auf alternative Antriebssysteme überprüft werden sollten, fischte das Fraunhofer Institut 15 Busse als Testlinien für E-Motoren heraus. Acht sollten hybrid gefahren werden. Ergebnisse liegen noch nicht vor.

Die Kreisräte sind sich einig, auf E-Antrieb zu setzen, wie Stefan Schelle (CSU), Bürgermeister von Oberhaching, sagte: „Wieso zurückrudern und diese Mischlösung erneut ins Gespräch bringen?“ Ottobrunns Bürgermeister, Thomas Loderer (CSU), hat ein Problem mit der „Kosten-Nutzen-Relation“. Bus 214 als Hybrid laufen zu lassen, würde den Kreis im Jahr 230 000 Euro mehr kosten. Auf acht Jahre hochgerechnet, kämen fast zwei Millionen Euro zusammen, die sinnvoller zu investieren wären, schloss Landrat Christoph Göbel (CSU) sich der einstimmigen Entscheidung an. 

Die fünf Linien werden 2018 für acht Jahre bis Dezember 2026 als konventionelle Diesel-Busse ausgeschrieben. Angesichts übereinstimmender Äußerungen aus den Fraktionen fällt dem Votum gegen Hybrid der Charakter einer grundsätzlichen Entscheidung zu

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