Noch nicht in Bestform: Francisco Copado beurteilte seinen Auftritt im Trikot der SpVgg Unterhaching gegen Fortuna Düsseldorf sehr selbstkritisch. foto: robert brouczek

„Ich brauche noch Zeit, ich kann mehr“

Unterhaching - Francisco Copado feierte gegen Fortuna Düsseldorf sein Debüt bei der SpVgg Unterhaching. Sein selbstkritisches Fazit nach dem ersten Auftritt: Da ist noch Luft nach oben.

Von der doch überraschenden Verpflichtung des 34-Jährigen vom Bundesliga-Herbstmeister TSG 1899 Hoffenheim versprach und verspricht man sich viel. Kreative Ideen im Mittelfeld, Unterstützung für die jüngeren Kollegen auf dem Platz und nicht zuletzt Tore. Vorerst hat Copado seinen Platz als Regisseur hinter den Spitzen gefunden. Doch da zeigte er schon, wie wertvoll er noch werden kann. Ins Spiel fand er am Sonntag nur schwer, dann gab er aber einige tolle Pässe und war nicht zuletzt am 1:0 und an zwei dicken Chancen direkt beteiligt.

„Er hatte sicher Anlaufschwierigkeiten“, zog Trainer Ralph Hasenhüttl nach dem ersten 90-Minuten-Auftritt Copados im Haching-Dress Bilanz, „aber so ging es gegen Düsseldorf allen. Dann hat er gezeigt, dass er uns mit seiner Routine und Cleverness helfen kann. Er hat sich nahtlos in die gute Mannschaftsleistung eingefügt.“ Auch die oft entscheidenden Geistesblitze gab es schon. Der Pass vor dem Elfmeter zum 1:0 kam ebenso von Copado wie das feine Zuspiel auf Robert Zillner, der im zweiten Durchgang knapp an Düsseldorfs Keeper Melka scheiterte. Dass er noch nicht in Bestform ist, gab Copado hinterher selbst zu: „Ich hatte ja schon länger keinen Spielrhythmus mehr. Jetzt ist dazugekommen, dass wir seit Januar nur auf Kunstrasen trainieren. Auch deshalb tut sich jeder schwer, gleich in ein Spiel zu finden. Für meinen Teil kann ich sagen: Ich brauche noch Zeit, ich kann mehr.“

Fraglich ist, ob Copado tatsächlich länger den Part hinter den Spitzen übernehmen wird oder nicht ins Sturmzentrum an die Seite von Anton Fink rückt. Denn Ricardo Villar drängt langsam aber sicher zurück in die erste Elf. Würde Copado ihm im Mittelfeld Platz machen, wäre Thomas Rathgeber seinen Platz im Sturm los. Das scheint derzeit die logische Alternative, denn der etatmäßige Angreifer macht momentan nicht immer die beste Figur und vergibt zu viele Torchancen. Am Samstag im Heimspiel gegen Wacker Burghausen dürfte Hasenhüttls erste Elf in der Offensive noch das gleiche Gesicht behalten. Die nächste Chance für Francisco Copado, dem Spiel etwas mehr seinen Stempel aufzudrücken.

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