Infineon löst die Wasserproblematik

- Bald positiver Bescheid aus Landratsamt

VON MARTIN BECKER Neubiberg - Infineon, die dazugehörige Autobahnausfahrt, die Südanbindung Perlach und der High-Tech-Büropark "ComUnityM": In Neubiberg tut sich allerhand. Wann wird welches Projekt realisiert? Ein kleiner Überblick über den aktuellen Stand der Dinge.

Infineon

Ende Juni gab das Landratsamt baurechtlich "grünes Licht" für das Projekt "Campeon", wie die künftige Infineon-Konzernzentrale in Neubiberg heißen soll. Ein wesentlicher Punkt ist aber noch offen: die wasserrechtliche Genehmigung für die riesigen Seen, die das Infineon-Areal umplätschern sollen. 181 000 Liter Wasser werden zur Speisung der beiden Infineon-Seen benötigt, außerdem sollen für das Kühlsystem pro Sekunde 350 Liter Wasser aus dem Hachinger Bach abgesaugt werden. Letzte Unterlagen der "Moto Objekt GmbH", die für Infineon als Bauträger fungiert, sind jetzt beim Landratsamt eingegangen. "Oberste Richtschnur ist der Grundwasserschutz. Es galt, sehr diffizile technische Fragen zu klären", erläutert Stefan Böhm, der Leiter der Umweltabteilung im Landratsamt. Und er macht Infineon Hoffnung: "Grundsätzlich zeichnet sich eine positive Tendenz ab. Ein Bescheid wird in nächster Zeit ergehen." Den ersten Spatenstich peilt Infineon ungefähr Ende November an. Derzeit wird parallel zur Autobahn A 8 eine Baustraße angelegt.

Autobahn-Anschluss

Infineon bekommt im Nordosten des Areals einen eigenen Autobahnanschluss an die A 8. Als Vorhabensträger für die Autobahndirektion Südbayern und die Gemeinde Neubiberg fungiert, ebenso wie bei "Campeon", die Moto GmbH aus Unterhaching. "Die Autobahnanschlussstelle soll parallel zum Bau der Infineon-Zentrale angegangen werden", erläutert Thomas Schinabeck, der geschäftsführende Beamte der Gemeinde Neubiberg, den Zeitplan.

Südanbindung Perlach

Die so genannte SAP soll eines Tages in die Infineon-Autobahnanschlussstelle münden, ist in puncto Entstehung davon aber völlig unabhängig. Ob die seit 1980 angedachte SAP tatsächlich bis 2006 realisiert wird, ist unklar. Der Münchner Stadtrat muss zunächst ein Verkehrsgutachten analysieren und das Planfeststellungsverfahren einleiten.

"ComUnityM"

Nördlich der Bundeswehr-Universität baut die Bauland-Tochter BayernBodenEntwicklung GmbH den High-Tech-Firmencampus "ComUnityM". Ein Gebäude steht schon, drei weitere sind geplant. Aufgrund der Nähe zu Infineon und Siemens sollen sich dort Firmen (konkrete Zusagen fehlen noch) ansiedeln, die auf Dienstleistung, Forschung und Technologie spezialisiert sind. Die Räumlichkeiten beinhalten entsprechende Infrastruktur.

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