Insolvenzgeld sichert Gehälter bis Oktober

Aschheim - Voll des Lobes ist die stellvertretende Vorsitzende des Betriebsrats der insolventen Escada AG, Ursula Dreyer, über den vorläufigen Insolvenzverwalter Christian Gerloff.

Nach dem ersten Schreck laufe die Arbeit in dem Modeunternehmen wieder in gewohnten Bahnen, berichtet Dreyer: „Wir haben business as usual. Die ersten Tage waren schwierig. Wir durften ja keine Lieferantenrechnungen zahlen. Da hatten alle Mitarbeiter unentwegt beruhigende Telefonate zu führen. Das war nicht einfach.“ Inzwischen sei die Zahlungssperre aber aufgehoben. Dreyer: „Das Geschäft muss ja weitergehen. Ohne Ware geht das nicht. Unsere neuen Kollektionen müssen auf den Markt. Wir wollen zuverlässig sein.“

Das verstehe auch Gerloff, Fachanwalt für Insolvenzrecht. Jede Zahlung muss von ihm genehmigt werden, so ist es vorgeschrieben. Was nach Prüfung sehr unbürokratisch erfolgt. Dass neue Investoren, wie die Presse berichtet, derzeit beim illiquiden Modeproduzenten angeblich sogar Schlange stehen, freue und motiviere die Mitarbeiter natürlich, so Dreyer. In das Verfahren selber sei der Betriebsrat nicht eingebunden: „Wir können die Entscheidung für einen Investor dann zur Kenntnis nehmen.“ Noch herrscht also Ruhe bei Escada. Dank Insolvenzgeld sind die Gehälter auf jeden Fall bis Ende Oktober gesichert. Beruhigend sehen die Mitarbeiter auch, dass die Vorstände Bruno Sälzer und Werner Lackas „an Bord bleiben“ und gesagt haben, wie Dreyer gern betont: „Aufgeben sei nicht ihr Ding. So sehen wir Mitarbeiter es auch.

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