Ismaning baut Gymnasium im Alleingang

Imaning - Eines ist klar: Im Zuge eines neuen Gymnasiums in Ismaning wäre ein Zweckverband mit den Nachbarkommunen Garching und Unterföhring die beste Lösung gewesen. Doch beide Nachbarn erteilten den Ismaningern eine Absage.

Unterföhring, weil die Gemeinde auf ein eigenes Gymnasium spekuliert, und Garching befürchtet Nachteile für das eigene Werner-Heisenberg-Gymnasium (wir berichteten). Bleibt also nur eine Lösung übrig: eine Zweckvereinbarung mit dem Landkreis München. Dem stimmte der Ismaninger Gemeinderat noch einmal ganz klar zu und ermächtige damit Bürgermeister Michael Sedlmair (FWG), eine entsprechende Zweckvereinbarung zu schließen. Zur Erleichterung des Rathaus-Chefs. Denn bis 1. Dezember muss die Organisationsform für das neue Gymnasium stehen, sonst würde Unterföhring den Zuschlag bekommen. Beide Gemeinden sind im Laufe der Debatte zu erbitterten Konkurrenten geworden.

Nur Grünen-Gemeinderat Volker Bäumer stimmte gegen den Beschluss. Er wünschte sich vorab ein konkretes Finanzierungskonzept, um zu erfahren, „welche finanziellen Konsequenzen auf die Gemeinde zukommen“. Sedlmair beruhigte: „Das können wir auf alle Fälle schultern, so viel Vertrauen müssen Sie mir schon entgegenbringen.“ Grob gerechnet soll das Gymnasium zwischen 30 und 40 Millionen Euro kosten. Mit den staatlichen Zuschüssen und der Beteiligung des Landkreises blieben an der Gemeinde dann etwa noch 15 Millionen Euro hängen. „Das ist verkraftbar“, findet der Bürgermeister. Eventuell müssten andere Projekte warten. Außerdem erhöht die Gemeinde die Grundsteuer.

Mehr dazu in der Wochenendausgabe des Münchner Merkur, Ausgabe München-Land Nord.

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