Im Kreis seiner Familie mit Eschenloher Blasmusik: Max Schmidramsl mit seiner Frau Traudl, Sohn Max, Schwiegertochter Angie und den Enkel Maximilian und Lisa-Katharina. Foto: agm

Gastronom und Jäger aus Passion

Ismaning - Mit 450 Gästen hat der alt eingesessene Ismaninger Hotelier Max Schmidramsl seinen 70. Geburtstag gefeiert.

Schmidramsl ist ein echtes Ismaninger Gewächs. Das Zimmer 103 im ersten Stock des Gasthof Neuwirts, in dem er das Licht der Welt erblickte und von der berühmten Hebamme Kandlbinder abgenabelt wurde, gibt es noch heute.

In den Kriegsjahren und danach betrieben die Eltern Antonie und Maximilian Schmidramsl neben der Gaststube auch eine Landwirtschaft, eine Neufundländer und Neuseeländer-Hundezucht und einen Bierhandel. Sie belieferten die Moosbauern außerdem mit Fleisch und Wurstwaren aus eigener Metzgerei. Die Ausfahrten nach dem Krieg hinaus in die Ismaninger Flur mit dem Arabo-Haflinger „Pascha“ gehören zu den ersten „Reisen“ des kleinen Max. Den Tieren und der Natur gehört noch heute das Herzblut des leidenschaftlichen Jägers.

Später eröffneten die Eltern sogar ein Kino im Ort. Max Schmidramsl lernte Metzger und übernahm mit seiner Frau Traudl 1962 Wirtschaft und Metzgerei von den Eltern. In den 70er Jahren kam eine Jagdpacht im Werdenfelser Land dazu.Noch heute sorgt der Gastwirt höchst persönlich für das frische Wildbret, das auf der Speisekarte angeboten wird. Eschenlohe, wo die Gebirgsjagd liegt, wurde ihm zur zweiten Heimat. Von dort kam auch die Blasmusik, die zum Geburtstagsfest aufspielte.

Die damalige Wirtschaft wurde im Zuge der Olympischen Spiele in München zum Hotel ausgebaut, dem in den 90er Jahren das Hotel am Schlosspark und eine Hotel Residenz folgten. Inzwischen führt Sohn Max mit Ehefrau Angie den Hotelbetrieb. In fünfter Generation stehen schon die Enkel Maximilian (19) und Lisa-Katharina (18) bereit, die auch im Hotelgewerbe tätig sind.

Beim Geburtstagsfest sprachen die Redner, wie Bürgermeister Michael Sedlmair und auch Wirtskollege Richard Süßmeier, vor allem humorvoll vom Miteinander des Wirtepaars Traudl und Max Schmidramsl. Hier die eloquente Dame des Hauses, die jedem Gast das Gefühl gibt, König zu sein, dort der eigenwillige Chef des Hauses, der sich auch von einem Gast nicht verbiegen lässt. „Da kann sich die Welt um ihn herum noch so verändern, der Max bleibt immer der Alte“, merkte Süßmeier an.

Schmunzelnd ging er auch darauf ein, dass der Jubilar statt Geschenken um Spenden für Nachbarschaftshilfe und Arbeiterwohlfahrt gebeten habe: „Die sind ja auf die Pflege alter Menschen spezialisiert. Das ist vorausschauend gedacht, eine Investition, die zurückkommt.“ agm

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