Trotz Hochwasser: Vater fährt mit zwei jungen Töchtern mit Schlauchboot auf Isar - es geht böse aus

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Drehen bei Schneetreiben auf: Bürgermeister Michael Sedlmair (r.) und Geschäftsführer Andreas Hobmeier. Foto: fkn

75 Grad heißes Wasser fließt ins Netz

Ismaning - Ismaning hat aufgedreht, die Fernwärmeversorgung aus Geothermie ist jetzt startklar.

Das 75 Grad heiße Wasser wird in die Systeme gepumpt, wenn auch bisher nur als Langzeit-Injektionsversuch. „Der Hebel wurde heute umgelegt für die Einspeisung ins Netz“, verkündete Bürgermeister Michael Sedlmair erfreut in der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend.

Beeindruckt zeigte er sich vor allem vom raschen Tempo: „Es ist einmalig, wie schnell wir die Geschichte hingebracht haben.“ Gut eineinhalb Jahre ist es her, seit der Gemeinderat sich einstimmig für die Einführung der Geothermie entschieden hatte. Seitdem hat die Gemeinde knapp sechs Kilometer in die Tiefe gebohrt, neun Kilometer Versorgungsnetz aufgebaut und die komplette Infrastruktur für die Aufnahme der Wärmeversorgung geschaffen. Bereits Anfang November konnten die ersten Ortsbereiche über die neue Energiezentrale, wenn auch vorerst mittels Gasversorgung, ans Fernwärmenetz angeschlossen werden.

Zur langfristigen Sicherheit und Optimierung gilt es nun, den Langzeit-Pump- und Injektionsversuch durchzuführen. Ziel des realitätsnahen Versuchaufbaus ist es, Daten über die dauerhaft erzielbaren Leistungswerte der Geothermieanlage zu ermitteln sowie die notwendigen Aspekte zum Bergrecht zu prüfen. So erklärte Andreas Hobmeier, Geschäftsführer der Wärmeversorgung Ismaning (WVI), im Gespräch mit dem Münchner Merkur, die zu beschaffende, sehr kostspielige Tauchkreiselpumpe müsse schließlich den Verhältnissen des jeweiligen Bohrlochs angepasst werden. Immerhin sorgt die Pumpe künftig dafür, dass das Thermalwasser eine Höhendifferenz von rund 150 Metern zur Geländeoberkante überwinden kann. Bisher bewerkstelligt das noch eine gemietete Pumpe.

Zwar hat die Anlage in der Mayerbacherstraße noch nicht ihren endgültigen Ausbau erreicht, ebenso das Fernwärmenetz, dennoch stellt die Betriebsfertigkeit der Fernwärmeversorgung einen entscheidenden Schritt in Richtung einer flächendeckenden Versorgung der Gemeinde dar. „Mit der Freischaltung der Thermalwasserförderung ist die wichtigste Voraussetzung für die Geothermieversorgung geschaffen. Was folgt, sind Erweiterungen und Optimierung, aber das Wesentliche haben wir bereits realisiert“, sagt Andreas Hobmeier. joe

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