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Auf 1024 Einwohner ist der Ortsteil Fischerhäuser gewachsen.

Bürgerversammlung

Ärger über Geisterbusse in Fischerhäuser

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Ismaning - Die neuen Buslinien standen in der Kritik bei der Bürgerversammlung im Ismaninger Ortsteil Fischerhäuser. Die Heidler stören sich nicht nur an den Fahrtrouten.

Wegen der Fahrtrouten der neuen Busse hat Dieter Peyerl bei der Bürgerversammlung in Fischerhäuser nachgehakt. „Muss es sein, dass der Bus durch die Kirchenstraße fährt?“ Das große Vehikel fahre teilweise zweimal die Stunde in etwa zwei Armlängen Entfernung an seiner Terrasse vorbei.

"Da würde auch ein VW-Bus reichen"

Der Anlieger kritisierte außerdem, dass er gerade abends nur Geisterbusse ohne Fahrgäste sehe. „Da würde dann auch ein VW-Bus reichen.“

Ernst Fiedler hielt dem entgegen, dass wenige Monate nach der Fahrplanänderung die Ausweitung des öffentlichen Personennahverkehrs noch nicht schlecht geredet werden dürfe. „Wir haben jahrzehntelang dafür gekämpft und sollten froh sein, dass wir die Asylanten und damit die Busverbindungen bekommen haben“, sagte der Bürger. Er ist überzeugt, dass sich die Menschen an das neue Angebot gewöhnen werden und dann vielleicht auch manche ganz auf das eigene Auto verzichten können. 

Bürgermeister will Routen prüfen lassen

Bürgermeister Alexander Greulich erklärte, dass die Vertreter der Gemeinde die Kritikpunkte an der Linienführung an den dafür zuständigen Landkreis München weitergeben werden. Er appellierte, dieses montags bis freitags von 19 auf 31 Fahrten erweiterte Angebot auch anzunehmen, damit die Verbesserung auf Dauer bestehen bleibt. „Der Ortsteil hat es jetzt selber in der Hand“, sagte Greulich zu der Erprobungsphase.

Die Bushaltestelle an der Flurstraße war das Thema von Konrad Weber. Er mahnte, dass die Haltestelle zwar ansprechend gestaltet worden sei, große Fahrzeuge wie Lastwagen aber kaum noch durchkämen. Bürgermeister Greulich erklärte, dass es demnächst wieder eine Verkehrsschau mit Vertretern von Gemeinde und Polizei geben werde. Bei dieser werde dann auch die Bushaltestelle angesehen.

Maria Wiesböck beklagt Müllproblem

Maria Wiesböck wünscht sich, dass die Gemeinde zwischen der Kirchen- und der Wiesstraße neue Mülleimer aufstellt. In dem Bereich hätten Unbekannte immer wieder ihre kleinen Abfälle fallen lassen. Alexander Greulich appellierte an die Vernunft der Menschen: „Es soll vor dem Grundstück ihres Nachbarn auch so aussehen, wie Sie es vor Ihrer Haustür haben wollen.“

Robert Huber hatte im Vorfeld der Bürgerversammlung eine schriftliche Anfrage gestellt, ob für Fischerhäuser ein Anschluss an das Fernwärmenetz geplant sei. Bürgermeister Alexander Greulich antwortete auf die Frage des nicht anwesenden Bürgers, dass ein Anschluss von Fischerhäuser an das Geothermienetz nicht wirtschaftlich sei. „Das war von Anfang an so und wurde auch so kommuniziert“, sagte Greulich. Er vermutet, dass sich auch die Überlegungen eines privaten Investors, ein Netz für Fischerhäuser mit der Abwärme aus der Biogasanlage des nahe gelegenen Karlshofes zu schaffen, erledigt haben: „Seit Jahren haben wir da nichts mehr gehört."

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